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Erste Ausstellung im Neuen Muesum: Abstrakte Kunst

15.05.2000 - (idw) Neues Museum in Nürnberg

Unter dem Titel "Abstrakte Kunst" wird ab dem 19. Mai die erste Ausstellung des Neuen Museums, des erst kürzlich eröffneten Staatlichen Museums ffür Kunst und Design in Nürnberg, zu sehen sein. Neben seinen Sammlungen internationaler freier und angewandter Kunst der Gegenwart präsentiert das Neue Museum künftig drei bis vier Ausstellungen jährlich.

Erste Ausstellung im Neuen Museum in Nürnberg

19. Mai bis 9. Juli: Abstrakte Kunst

Unter dem Titel Abstrakte Kunst wird ab dem 19. Mai die erste Ausstellung des Neuen Museums, des erst kürzlich eröffneten Staatlichen Museums für Kunst und Design in Nürnberg, zu sehen sein. Neben seinen Sammlungen internationaler freier und angewandter Kunst der Gegenwart präsentiert das Neue Museum künftig drei bis vier Ausstellungen jährlich.


Wir laden Sie sehr herzlich ein zur Pressekonferenz
am 18. Mai 2000
um 11 Uhr (Vorbesichtigung ab 10 Uhr)
im Neuen Museums
(Eingang über den Platz zwischen Luitpoldstraße, Königstraße und Frauentormauer).

Mit freundlichen Grüßen
gez. Rita Werneyer

Abstrakte Kunst

19. Mai - 9. Juli 2000

Einen Monat nach der Eröffnung des Neuen Museums mit seinen Sammlungen wird die erste Ausstellung vorgestellt. Unter dem Titel "Abstrakte Kunst" stellt sie Werke der europäischen abstrakten Malerei und Skulptur von den fünfziger Jahren bis heute vergleichend gegenüber. In einer überschaubaren Künstlerauswahl macht sie die im Laufe der Zeit veränderten Umgangsweisen mit dem abstrakten Formenschatz sichtbar. Abstrakte Kunst war niemals nur ein Stil in der Kunst des 20. Jahrhunderts, sondern ist zugleich ein allseits verstandener Inbegriff für moderne Kunst schlechthin. "Abstrakte Kunst" ist damit keine stilbegrifflich sortierende Ausstellung, sondern eine historische Betrachtung zur jüngsten Kunstgeschichte.

Die Ausstellung hat zwei Schwerpunkte: Eine erste Gruppe bilden diejenigen Künstler, die in den fünfziger Jahren ein abstraktes Vokabular entwickelt haben. Dies geschieht unter ganz bestimmten Gesichtspunkten. Werke von Lucio Fontana, Rupprecht Geiger, Hans Hartung, Ernst Wilhelm Nay, Jean-Paul Riopelle, Hans Uhlmann und Serge Poliakoff zeigen, wie die abstrakten Stile anhand von Kriterien wie Raum, Licht, Pinselstrich, Fläche, Farbe, Form und Farbauftrag formuliert wurden. Dabei bildeten weltanschauliche Begründungszusammenhänge eine hilfreiche Folie, vor der sich die abstrakte Formensprache herausbilden und legitimieren konnte. Eine zweite Gruppe mit Werken von Sigmar Polke, Günther Förg, Franz West, Martin Kippenberger, Daniel Richter und Rupprecht Matthies zeigt die unterschiedlichen und sich verändernden Rezeptionsweisen dieses Formenvokabulars seit den sechziger Jahren. Diesmal geht es nicht um das Erfinden neuer Formen. Künstler greifen auf das Vorhandene zurück. Ironisch distanziert machen sie die Kunst selbst zum Thema. Auch die Präsentationsweise von Kunst wird zu einem Bestandteil der Wiederaufnahme. Gattungsgrenzen von Malerei und Skulptur werden verwischt. Bei einer jüngeren Generation mischt sich das Zitieren von abstrakten Motiven wieder mit einem auf Sinn spekulierenden Umgang mit der Kunst. Durch diese Positionen wird erst sichtbar, dass - ausgehend von den abstrakten Tendenzen der fünfziger Jahre - eine Bildtradition vorhanden ist.

In der 700 qm großen Ausstellungshalle werden rund 100 Bilder, Skulpturen und Installationen aus mehr als 55 öffentlichen und privaten Sammlungen gezeigt. Führungen finden jeweils Sonntags um 11 Uhr statt. Zur Ausstellung erscheint im Verlag für moderne Kunst Nürnberg ein Katalog mit Texten zahlreicher Autoren und farbigen Abbildungen aller Werke. Der Katalog umfasst circa 160 Seiten und kostet rund 40 DM.

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