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Mechatronik-Herausforderungen für Wissenschaft und Wirtschaft

15.05.2000 - (idw) Universität Hannover

Presseinformationen

Pressestelle der Universität Hannover, Welfengarten 1, 30167 Hannover
Telefon (05 11) 7 62-53 55/53 42, Fax (05 11) 7 62-53 91
E-Mail: info@pressestelle.uni-hannover.de


Hannover, 15. Mai 2000
stb/42/00
Mechatronik - neue Herausforderungen und Potentiale
für Wissenschaft und Wirtschaft
Universität Hannover eröffnet Mechatronik-Zentrum

Was haben eine Spiegelreflexkamera, ein CD-Spieler, ein Tintenstrahldrucker und ein laufender Roboter von der Universität Hannover gemeinsam? Sie alle sind mechatronische Produkte. Das Kunstwort Mechatronik ist die Verbindung aus Maschinenbau, Elektrotechnik/Informatik in innovati-ven Produkten, die im täglichen Leben zunehmend an Bedeutung gewinnen und bald nicht mehr wegzudenken sind. Die Universität Hannover eröffnet zu diesem zukunftsweisenden Gebiet am Donnerstag, 18. Mai, um 17 Uhr ein eigenes Mechatronik-Zentrum. "Dieser Entwicklungstendenz haben die Fachbereiche Maschinenbau sowie Elektrotechnik und Informationstechnik der Univer-sität Hannover Rechnung getragen und einen Institutsverbund aus vier Instituten beider Fachbe-reiche gebildet. Das Ziel ist, ihre Kompetenzen zu bündeln und damit zur beschleunigten For-schung und Entwicklung auf diesem Gebiet beizutragen," sagt Professor Dr.-Ing. Bodo Heimmann, der geschäftsführende Leiter des Zentrums. Zur Eröffnung hat Präsident Prof. Dr. Ludwig Schätzl mit Prof. Dr.-Ing. Gerhard Schweitzer von der ETH Zürich und Dr.-Ing. Volker Härtel von ContiTech auch Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft eingeladen.

Doch die Forscher stehen nicht am Anfang: Mit der Entwicklung des Serviceroboters BARt-UH am Institut für Regelungstechnik hat Professor Dr.-Ing. Wilfried Gerth mit seinen Mitarbeitern erste Roboterschritte gesetzt. "Mit der Entwicklung des zweibeinigen Roboters, der dynamisch stabiles Gehen erlaubt und auch Treppen steigen kann, sind wir mit die ersten in Deutschland," demonst-riert Gerth den zweibeinigen autonomen Serviceroboter. Dieser und weitere mobile und autonome Serviceroboter stehen gegenwärtig im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeiten. Diese Roboter können in Zukunft z.B. in Krankenhäusern zur Entlastung des Pflegepersonals oder während Mes-sen und Ausstellungen als Führer, Gepäckträger oder für andere Aufgaben zur Verfügung stehen. Eines Tages können sie vielleicht zielstrebig ins brennende Haus stapfen, sich durch Flammen und beißenden Qualm arbeiten und Menschen retten, wo es für Feuerwehrleute zu gefährlich ist.

Die Forscher der Universität Hannover planen, die Arbeiten des Zentrums auch auf Probleme der Fahrzeugtechnik auszudehnen, insbesondere auf solche, die mit der passiven und der aktiven Si-cherheit von Fahrzeugen in Zusammenhang stehen. Die Anforderungen an Komfort und Sicherheit und die Automatisierung von Produktionsprozessen bei Zügen, Autos und Flugzeugen werden maßgeblich durch mechatronische Komponenten bestimmt.

Hinweis an die Redaktionen
Zu weiteren Fragen steht Ihnen Professor Bodo Heimann, Institut für Mechanik, Tel.: 0511/762-4161 oder 4968 und Professor Wilfried Gerth, Institut für Regelungstechnik, Tel.: 0511/762-4513 zur Verfügung.

Bitte beachten Sie die beiliegende Einladung zur Eröffnung: Gegen 19.00 Uhr werden im Rahmen der Besichtigung fünf mechatronische Projekte vorgestellt, die sich als Fotomotive eignen.
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