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Zertifizierte Gebäude-Energieberater

15.05.2000 - (idw) Universität Kassel

Die Universität Gesamthochschule Kassel wird zum Wintersemester 2000 eine Weiterbildung zum Gebäude-Energieberater anbieten. Damit soll der bisher ungeschützten Begriff des Energieberaters erstmals ein Gütesiegel erhalten, das durch eine umfangreiche Prüfung sichergestellt wird. Das bislang in Deutschland erste Angebot dieser Art richtet sich an Berufstätige und ist berufsbegleitend konzipiert. Es wurde als Modul des seit 1982 erfolgreichen Weiterbildungsstudiums "Rationelle Energienutzung" weiterentwickelt und soll nun speziell auf die neuen Anforderungen der Gebäudezertifizierung vorbereiten. Die Teilnahme am Lehrgang kostet 935,-- DM incl. Lehrgangsunterlagen und Prüfungsgebühr.

Kassel. Die Universität Gesamthochschule Kassel wird zum Wintersemester 2000 eine Weiterbildung zum Gebäude-Energieberater anbieten. Damit soll der bisher ungeschützten Begriff des Energieberaters erstmals ein Gütesiegel erhalten, das durch eine umfangreiche Prüfung sichergestellt wird. Das bislang in Deutschland erste Angebot dieser Art richtet sich an Berufstätige und ist berufsbegleitend konzipiert. Es wurde als Modul des seit 1982 erfolgreichen Weiterbildungsstudiums "Rationelle Energienutzung" weiterentwickelt und soll nun speziell auf die neuen Anforderungen der Gebäudezertifizierung vorbereiten. Die Teilnahme am Lehrgang kostet 935,-- DM incl. Lehrgangsunterlagen und Prüfungsgebühr.

Zum Hintergrund:
Die Umsetzung energiesparender Maßnahmen, die den CO2-Ausstoß in der Bundesrepublik Deutschland 25 - 30 Prozent reduzieren sollen, geht noch immer zu langsam voran. Die Novellierung der Wärmeschutzverordnung 95 ist ein wichtiger Schritt für die Eingrenzung des Heizenergieverbrauchs im Neubaubereich. Aber auch bei der Sanierung des Altbaubestands müssen die Auftraggeber überzeugt werden, dass energiesparende Maßnahmen, die über eine reine Modernisierung hinausgehen, notwendig sind.

Dies kann nur gelingen, wenn die einschlägigen Berufsgruppen wie Handwerker, Techniker, Architekten und Ingenieure als Energieberater qualifiziert und für die Thematik sensibilisiert sind. Ein Anreiz zur Weiterqualifizierung ergibt sich für alle genannten Berufsgruppen, wenn mit der Einführung der Energiesparverordnung die Ausweisung eines Gebäude-Energiepasses zur Pflicht wird. Dieser zeigt den Heizenergiebedarf für eine standardisierte Gebäudenutzung und ermöglicht dem Bewohner, die zu erwartenden Heizkosten einzuschätzen und stellt damit ein wichtiges Kriterium für den Immobilienwert dar. Erstmals hat der Auftraggeber auch ein Instrument zur Kontrolle der Bauausführung zur Verfügung, indem er den erwarteten mit dem gemessenen Heizenergieverbrauch vergleicht.
Auch im Gebäudebestand wird sich der Energiepass zu einer entscheidenden Basis für den Verkaufs- und Vermietungswert eines Gebäudes entwickeln. In Zeiten ständig steigender Gebäudenebenkosten ist es für den Käufer oder Mieter von großer Bedeutung, die entstehenden Energiekosten zuverlässig abschätzen zu können.

Damit steigt aber auch die Verantwortung der Personen, die mit der Erstellung eines Gebäudeenergiepasses beauftragt werden. Von diesen müssen breite bauliche und anlagentechnische Kenntnisse und die Beherrschung geeigneter Planungsinstrumente erwartet werden.
Der Weiterbildungslehrgang "Energieberater" beginnt im Oktober an der Kasseler Universität. Zur Vorbereitung auf die Prüfung werden sieben Wochenendseminare im Umfang von 110 Stunden angeboten. Sie umfassen die folgenden Themenbereiche
· Grundlagen
· Einflußgrößen auf den Heizenergieverbrauch von Gebäuden
· Energieeinsparverordnung
· Meßtechnische und theoretische Möglichkeiten der Ist-Zustands-Bestimmung
· Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz
· Energieberatung mit Hilfe von Planungsinstrumenten und Wirtschaftlichkeitsberechnung

Die auf die Prüfung vorbereitenden Vorlesungen und Übungen orientieren sich an Kenntnissen und Erfahrungen von Architekten, Bauingenieuren und Ingenieuren der Technischen Gebäudeausrüstung.
uh
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Informationen und Anmeldeformulare erhalten Sie unter folgender Adresse:
Universität Gesamthochschule Kassel, Weiterbildendes Studium Energie und Umwelt, Wilhelmshöher Allee 73, 34109 Kassel
Ansprechpartner:
Dr. Karin Vaupel, Tel. (0561) 804-6605
Dipl.-Ing. Harald Wersich, Tel. (0561) 804-6370
E-Mail: vaupel@hrz.uni-kassel.de
Internet: http://www.uni-kassel.de/e+u
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