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Online in die Zukunft: Medienzentrum koordiniert Kommunikation

16.05.2000 - (idw) Universität Dortmund

Übungsaufgaben online lösen, Vorlesungen via Internet besuchen oder weltweite Videokonferenzen abhalten. Für diese Zukunftsvisionen müssen die Weichen gestellt werden. Deshalb sollen Multimedia und Internet an der Universität Dortmund künftig eine entscheidende Rolle spielen. Um diese ehrgeizigen Pläne in die Tat umzusetzen, wurde das ehemalige Mediendidaktische Zentrum Anfang dieses Jahres in ein Medienzentrum umgewandelt.

Hauptamtlicher Leiter des neuen Zentrums ist Josef Hüvelmeyer. Ihm zur Seite stehen ein vierköpfiger Vorstand sowie eine Expertengruppe Multimedia, deren Mitglieder vom Senat für die Dauer von zwei Jahren gewählt wurden. Zu den zahlreichen Aufgaben des neuen Medienzentrums gehören vor allem die Beratung und Unterstützung der Mitarbeiter und Angehörigen der Universität im Multimedia-Bereich.

Die rasante Entwicklung der digitalen Medien in den vergangenen Jahren hat längst auch die Hochschulen erfasst. Im Windschatten der Diskussion um Qualitätspakt und Stellenkürzungen sorgt die digitale Revolution für kontroverse Diskussionen. Dem Zwang nach technischem Fortschritt steht mitunter die Angst vor der elektronischen Isolation entgegen.

Immer mehr Hochschulen bieten Lehrveranstaltungen an, die durch Internetangebote unterstützt sind. Dabei dient das Internet nicht nur als Informations- und Kommunikationsplattform, sondern zunehmend praktizieren Studierende über dieses Medium auch untereinander eine enge Zusammenarbeit. Eine Herausforderung, die Hüvelmeyer als Leiter des neuen Medienzentrums gern annimmt.

Josef Hüvelmeyer, der 1995 zur Universität Dortmund kam und viele Jahre im Forschungsprojekt IKARUS am Institut für Schulentwicklungsforschung arbeitete, ist von Hause aus Haupt- und Grundschullehrer. Seine Kompetenz erwarb er sich zusätzlich in der Lehrerfortbildung bei der Bezirksregierung Münster und am Landesinstitut für Schule und Weiterbildung in Soest, wo er bei der Entwicklung von Richtlinien und Lehrplänen zur Grundbildung Informatik mitgewirkt hat.

Eines der vordringlichsten Anliegen sieht der erfahrene Pädagoge darin, die Lehrenden der Universität Dortmund bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in Forschung, Lehre und Studium zu beraten und ihnen ein Grundverständnis von den neuen Technologien und den damit verbundenen Möglichkeiten zu vermitteln. Die Aufbereitung von digitalen Veranstaltungsmaterialien oder die Entwicklung internetbasierter Arbeits- und Projektumgebungen sollten Experten im Dialog mit den Lehrenden realisieren.

Doch nicht nur in Lehre und Forschung hat das Internet seinen Einzug gehalten, sondern längst auch in den Bereich der Verwaltung. Die enge Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek und dem Hochschulrechenzentrum gehört daher ebenso zu den Aufgaben des Medienzentrums wie die Betreuung und Koordination von Projekten. "Oft wird das Rad zweimal erfunden", meint Josef Hüvelmeyer, der insgesamt drei Mitarbeiter hat. "Da wir zumindest am Anfang nicht die ganze Palette der geforderten Dienstleitungen abdecken können, müssen wir Aufträge an die heimische Wirtschaft abgeben."

Dabei kommt es nach seiner Ansicht darauf an, möglichst sparsam mit den eingesetzten Mitteln umzugehen und Doppelentwicklungen zu vermeiden. In vielen Projekten würden Komponenten benötigt, die durch leichte Anpassungen für weitere Projekte zu verwerten seien. Hier komme dem Medienzentrum eine koordinierende Rolle zu. Für die Bereitstellung der gesamten multimedialen Infrastruktur müsse in nächster Zeit viel Aufbauarbeit geleistet werden, so Hüvelmeyer.

Deshalb spielen bei der Entwicklung des Medienzentrums der Vorstand und der Expertenkreis Multimedia eine bedeutende Rolle. "Der Rahmen ist zwar durch die Satzung vorgegeben, aber wir müssen ihn ausfüllen, der jeweiligen technischen Entwicklung anpassen und bei der Umsetzung mithelfen", umreißt Prorektor Prof. Jürgen Neisecke, der den Rektor als Vorstandsvorsitzender des Medienzentrums vertritt, seine Arbeit. Neben ihm wurden in den Vorstand gewählt: Prof. Dr. Ernst-Erich Doberkat (Informatik), Dipl.-Ing. Sabine Pegel (Chemietechnik). Prof. Dr. Peter Vogel (Erziehungswissenschaften).

"Wir hoffen, dass wir hier in Dortmund eine "wilde Multimedia-Szene" aufbauen können." Prof. Doberkat sieht darin eine gute Chance, sich an vielen Projekten, die vom Land oder Bund ausgeschrieben werden, zu beteiligen. Als Vorstandsmitglied des neuen Medienzentrums und stellvertretender Vorsitzender im Universitätsverbund NRW hält er eine wichtige Verbindung zu zentralen Institutionen in Nordrhein-Westfalen. (wi)

Weitere Informationen:
Josef Hüvelmeyer, Tel. 755 - 2143
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