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Internationale Konferenz zur Plasma-Wand-Wechselwirkung

19.05.2000 - (idw) Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

300 Fusionsforscher aus aller Welt treffen sich vom 22. bis 26. Mai in Rosenheim

Der Brennstoff künftiger Fusionskraftwerke ist ein dünnes, extrem heißes ionisiertes Gas - ein Plasma - mit Temperaturen von vielen Millionen Grad. Ganz auf den äußeren Rand dieses Plasmas und seine Wechselwirkung mit den Wänden des umgebenden Gefäßes konzentriert sich die "14. Internationale Konferenz über Plasma-Wand-Wechselwirkung" (PSI), die vom 22. bis 26. Mai 2000 in Rosenheim stattfinden wird. Rund 300 Teilnehmer aus 19 Ländern werden auf der vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching organisierten Tagung erwartet.

Ziel der Fusionsforschung ist es, die Energieproduktion der Sonne auf der Erde nachzuvollziehen und aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie zu gewinnen. Zum Zünden des Fusionsfeuers muß es gelingen, das Plasma wärmeisoliert in Magnetfeldern einzuschließen und auf Temperaturen über 100 Millionen Grad aufzuheizen. Obwohl der magnetische Käfig die Plasmateilchen von den Gefäßwänden weitgehend fernhält, beeinflussen sich Plasmarand und angrenzende Wand. Die rund 300 Präsentationen der Konferenz berichten über neueste Erkenntnisse zu folgenden Fragen: Wie verhalten sich die dem Plasma ausgesetzten Oberflächen? Welche Wandmaterialien und Beschichtungen sind geeignet? Wie verläuft die Erosion und Wiederablagerung des abgetragenen Materials? Wie werden aus der Wand kommende Verunreinigungen im Plasma transportiert, wie lassen sie sich entfernen? Wie bestimmt man die Eigenschaften des Randplasmas und die zugrundeliegenden Gesetzmäßigkeiten?

Öffentlicher Abendvortrag
Während die Konferenz dem Informationsaustausch der Fachwissenschaftler dient, richtet sich ein öffentlicher Vortrag am Dienstagabend an ein breites Publikum. Prof. Dr. Rudolf Kippenhahn, emeritierter Direktor des Max-Planck-Instituts für Astrophysik in Garching und bekannter Autor populärwissenschaftlicher Bücher, stellt ein natürliches Fusionskraftwerk vor:

"Die Sonne - der Stern, von dem wir leben"
am 23. Mai 2000, um 20.00 Uhr im
"Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim", Kufsteiner Straße 4, 83022 Rosenheim
Eintritt frei!

Weitere Informationen erhalten Sie im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Tel. 089-3299-1288.
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