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Würzburgs Universitätspräsident Prof. Dr. Theodor Berchem wird 65

22.05.2000 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Der Präsident der Universität Würzburg, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Theodor Berchem, feiert am Montag, 22. Mai, seinen 65. Geburtstag. Mit einer 25jährigen Amtszeit als Rektor und Präsident ist Prof. Berchem einer der dienstältesten Präsidenten in der Bundesrepublik.


Prof. Dr. Theodor Berchem Er wurde 1935 in Pützchen bei Bonn geboren. Nach der Volksschule und nachgeholtem Abitur studierte er ab dem Wintersemester 1956 in Genf, Köln, Paris (Sorbonne) Romanistik, Anglistik und Slawistik. Prof. Berchem promovierte 1963 in Paris. 1966 habilitierte er sich an der Universität Erlangen-Nürnberg für das Fach "Romanische Philologie" und erhielt einen Ruf auf den ordentlichen Lehrstuhl für Romanische Philologie an der Universität Würzburg, dem er zum Sommersemester 1967 folgte. Zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten zählen Dialektologie, Phonetik, Phonologie und Morphosyntax sowie Stilistik. Prof. Berchem erwarb sich im Laufe seines beruflichen Werdeganges Kenntnisse in rund 15 Sprachen.

Von Oktober 1975 bis Dezember 1976 war Prof. Berchem zunächst Rektor der Universität Würzburg, dann ihr gewählter und inzwischen vier Mal durch Wiederwahl bestätigter Präsident. Seine letzte Amtszeit beginnt im Herbst und reicht bis ins Jahr 2003. In seine bisherige Amtszeit fallen große Baumaßnahmen der Universität, insbesondere am Hubland sowie in jüngster Zeit in der Medizin, ebenso wie ihre Entwicklung zu einer forschungsintensiven Hochschule mit ständig wachsenden Einwerbungen an Drittmitteln, acht Sonderforschungsbereichen und derzeit neun Graduiertenkollegs, der Beteiligung an bayerischen Forschungsverbünden und Forschungsprogrammen der Bundesregierung. In diesem Jahr ist mit der Einführung des Studiengangs Nanostrukturtechnik der Einstieg der Universität in die Ausbildung von Ingenieuren gelungen.

Ein wesentliches Anliegen von Präsident Berchem neben der Sorge um die wissenschaftliche Reputation der Universität ist nach wie vor das Ziel eines zügigen Studiums und der Studienzeitverkürzung. Ein besonderes Augenmerk legte und legt er auf die Pflege und Entwicklung der vielfältigen Auslandsbeziehungen. Mehr als zwei Dutzend Kooperationsabkommen wurden während seiner bisherigen Amtszeit mit ausländischen Hochschulen geschlossen. Der Würzburger Universität national und international Gehör zu verschaffen, ist für den Präsidenten ebenso wichtig wie den inneren Frieden und inneren Zusammenhang in einem guten Klima zu bewerkstelligen.

Vom September 1978 bis August 1982 war Prof. Berchem Vorsitzender der Bayerischen Rektorenkonferenz, vom August 1979 bis Juli 1983 Vizepräsident der Westdeutschen Rektorenkonferenz. Vom August 1983 bis Juli 1987 übernahm er das Amt des Präsidenten der Westdeutschen Rektorenkonferenz, hat in dieser Funktion an zahlreichen internationalen Konferenzen und Begegnungen teilgenommen und dabei das Geflecht der internationalen Hochschulbeziehungen und -organisationen kennengelernt. Seit 1988 ist Prof. Berchem Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, DAAD. Der Präsident will sein internationales Engagement fortführen.

Prof. Berchem wurde für seine Verdienste national und international mit hohen und höchsten Ehrungen gewürdigt. 13 ausländische Universitäten verliehen ihm bislang den Titel eines Ehrendoktors.
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