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Genitalerkrankungen und Gebärmutterhalskrebs

23.05.2000 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Europas Experten beraten weibliche Genitalerkrankungen interdisziplinär an der Uni Jena

Jena (23.05.00) Europas Experten auf dem Gebiet der weiblichen Genitalerkrankungen treffen sich vom 25.-27. Mai an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Etwa 200 Dermatologen, Gynäkologen, Psychologen, Pathologen und Allgemeinmediziner werden zur dritten Tagung des Europäischen Colleges für Vulva-Erkrankungen (ECSVD) erwartet. Jena wurde als erster deutscher Tagungsort ausgewählt, "weil wir in Deutschland Pioniere auf dem Gebiet der interdisziplinären Betreuung von Genitaldermatosen in einer gemeinsamen Sprechstunde sind", erklärt die Dermatologin Dr. Andrea Bauer selbstbewusst. Gemeinsam richten Haut- und Frauen-Klinik die Tagung aus, womit bereits die Organisation das widerspiegelt, was den Experten auch bei der Behandlung der weiblichen Erkrankungen besonders wichtig ist: fachübergreifende Zusammenarbeit.

"In Deutschland wird eine interdisziplinäre Betreuung der Patientinnen mit Genitaldermatosen noch nicht bestmöglich durchgeführt", beklagt Bauers Kollegin Cathleen Greif. Um diesem Mangel vorzubeugen betreibt die Jenaer Hautklinik seit zwei Jahren gemeinsam mit der Frauenklinik und dem Institut für Medizinische Psychologie eine ambulante Sprechstunde für Genitaldermatosen. "Eine ganzheitliche optimierte Behandlung und Betreuung der Frauen ist das oberste Ziel", erklärt die Leiterin Dr. Andrea Bauer. Die Oberärztin an der Hautklinik kann auf weitreichende Erfolge verweisen, die sie auch während der Tagung, vor allem zum Kontaktekzem, präsentieren wird. "Manche Patientinnen kommen mit einer über Jahre andauernden Krankengeschichte zu uns und manchmal sind wir die ersten, die die wirklichen Ursachen erkennen", sagt Andrea Bauer. Die Tagung wird daher nicht nur neue Diagnose- und Therapiemöglichkeiten präsentieren, sondern soll auch die wichtige Zusammenarbeit zwischen den Kliniken und niedergelassenen Ärzten und zum anderen unter den verschiedenen Fachdisziplinen hervorheben.

"Das immer praxisorientierte Kongress-Programm ist eine gelungene Mischung aus Grundlagenforschung, klinischen Übersichten und Fallbeispielen", unterstreicht der Direktor der Jenaer Hautklinik und Tagungspräsident Prof. Dr. Peter Elsner die Themenbreite. Neben Kontaktallergien werden infektiöse und Tumor-Erkrankungen des weiblichen Genitals behandelt. Einen Schwerpunkt bilden dabei durch Humane Papillomviren (HPV) hervorgerufene Erkrankungen. Auf dem Feld dieser sexuell übertragbaren Virusinfektionen, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können, sind Prof. Dr. Achim Schneider und Prof Dr. Matthias Dürst von der Jenaer Frauenklinik führend. Sie werden am Donnerstag einen Europäischen Kurs zu diesem Themenfeld anbieten und neueste Erkenntnisse aus Forschung und Therapie präsentieren.

"Wir bieten eine komprimierte Fortbildung auf einem immer stärker an Bedeutung zunehmenden Feld", zeigt sich Dr. Bauer vom Erfolg der dreitägigen Tagung überzeugt. Und bereits jetzt haben sich die organisatorischen Mühen gelohnt, denn die Kurzfassungen der Vorträge liefern ein "kleines, aktuelles Lehrbuch über Genitaldermatosen", verweist die Oberärztin auf die vorliegenden Tagungsunterlagen.

Ansprechpartnerin:
OÄ Dr. Andrea Bauer
Hautklinik der Universität Jena
Erfurter Str. 35
07743 Jena
Tel.: 03641/937348
Fax: 03641/937410
E-Mail: abau@derma.uni-jena.de


Friedrich-Schiller-Universität
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Axel Burchardt M. A.
Fürstengraben 1
07743 Jena
Tel.: 03641/931041
Fax: 03641/931042
E-Mail: hab@sokrates.verwaltung.uni-jena.de
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