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Mathematik attraktiver machen

22.05.2000 - (idw) VolkswagenStiftung

Eine Initiative der VolkswagenStiftung:
Wettbewerb für Universitäten und Fachhochschulen ausgeschrieben

Der so gern zitierte Erfolgsmensch, der in der Schule vor allem in Mathematik keine Leuchte war, sollte als "Vorbild" längst ausgedient haben. Keine moderne Gesellschaft des Informations- und Kommunikationszeitalters kann es sich mehr leisten, die Grundlagen der Computer-Hochtechnologie zu vernachlässigen. Die digitale Revolution hat manches verändert und macht vieles erst möglich: von der
Entschlüsselung des menschlichen Genoms über die Entwicklung neuer Materialien bis zur globalen Vernetzung der Märkte.

Diesen Fakten steht in Deutschland eine ernüchternde Bestandsaufnahme der mathematischen Kenntnisse gegenüber. Das Interesse für Mathematik in der Schule ist gering, im internationalen Vergleich werden nur durchschnittliche Leistungen erbracht. Diese Mathematikmüdigkeit setzt sich an den Hochschulen fort: Die Zahl der Studienanfänger im Fach Mathematik bleibt hinter den Erwartungen und Notwendigkeiten zurück und in relevanten Fächern, von den naturwissenschaftlich-technischen bis zu den wirtschaftswissenschaftlichen, beschränkt sich die Teilnahme an mathematischen Kursen auf die Mindestanforderung.

Die VolkswagenStiftung hat nun einen Wettbewerb "Perspektiven der Mathematik an der Schnittstelle von Schule und Universität" ausgeschrieben, der sich gleichermaßen an Universitäten und Fachhochschulen richtet. Ziel ist es, Initiativen zu fördern, die die Attraktivität des Fachs und das Bewusstsein für seine Bedeutung erhöhen.
Zielgruppe sind Schüler und Schülerinnen der gymnasialen Oberstufe unter Einbeziehung interessierter Lehrerinnen und Lehrer. Die aktive Beteiligung von Studierenden des Lehramtsstudiengangs Mathematik ist erwünscht. Das Förderangebot zielt ausschließlich auf die Unterstützung solcher Initiativen, die insbesondere die Neukonzeption oder auch den weiteren Ausbau und die feste Etablierung bereits bestehender längerfristiger, mehrstufiger Projekte verfolgen und welche ein integratives, bewertbares Konzept aufweisen sowie eine kontinuierliche Arbeit mit der Zielgruppe vorsehen.

Anträge können nur von Hochschul-Einrichtungen gestellt werden. Angesprochen sind solche Bereiche der Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften (einschließlich der Medizin) sowie der Wirtschaftswissenschaften, deren wissenschaftliche Arbeiten geeignet erscheinen, um ausgewählte Fragestellungen in spezifisch auf die benannte Zielgruppe zugeschnittenen Konzepten und mit dem in dieser Gruppe vorhandenen mathematischen Kenntnisstand exemplarisch behandeln zu können.

In Abhängigkeit von der jeweiligen Thematik können auch geeignete Multimedia-Werkzeuge einbezogen werden. Ohne alternative Konzepte und Vorgehensweisen auszuschließen, wären beispielsweise die Teilnahme an ausgewählten Universitätsprojekten, die Durchführung von Sommerschulen vor Ort, Seminarreihen, Samstagsvorlesungen oder auch die Einrichtung von Projektgruppen in der Schule denkbar.

Angaben zu den Ausschreibungsbedingungen und den Modalitäten einer Antragstellung sind dem Merkblatt "Perspektiven der Mathematik an der Schnittstelle von Schule und Universität" zu entnehmen, das über das Internet (http://www.volkswagenstiftung.de) abgerufen werden kann.
Die Frist für die Einreichung von Anträgen endet mit dem
4. Juli 2000.

Kontakt:
VolkswagenStiftung: Dr. Claudia Nitsch, Tel.: 0511/8381-217
E-Mail: nitsch@volkswagenstiftung.de
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