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Hochschul-Gründer-Preis für ein Würzburger Team

24.05.2000 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Das kurz vor der Gründung stehende Würzburger Unternehmen va-Q-tec will hochwärmedämmende Vakuumisolationsplatten entwickeln, produzieren und vermarkten. Diese Geschäftsidee wurde am 19. Mai mit dem Hochschul-Gründer-Preis 2000 ausgezeichnet. Sie hat ihre Wurzeln an der Universität Würzburg und im Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern).

Das Gründerteam besteht aus Prof. Dr. Jochen Fricke, Diplom-Physiker Michael Ehrmanntraut, Dr. Roland Caps und Dr. Joachim Kuhn. Die vier Wissenschaftler erhielten den mit 5.000 Mark dotierten Preis beim Hochschulgründertag Nordbayern in Erlangen von Wissenschaftsminister Hans Zehetmair überreicht. Zusammen mit ihnen wurden zwei Teams von der Universität Regensburg ebenfalls mit je 5.000 Mark ausgezeichnet.

Die va-Q-tec-Vakuumisolationsplatten, kurz VIP genannt, bestehen aus einem evakuierten, porösen Pulverkern, der von einer Spezialfolie gasdicht umhüllt wird. Damit erreicht man laut va-Q-tec eine Dämmwirkung, die bis zu zehn Mal höher ist als bei herkömmlichen Isolationsmaterialien: Ein nur zwei Zentimeter dickes VIP dämmt genau so gut wie 20 Zentimeter Styropor. Die Einsatzgebiete von VIP liegen überall dort, wo eine sehr gute Wärmeisolation notwendig ist, wo aber nur wenig Raum für die Dämmung zur Verfügung steht.

Einer Mitteilung von va-Q-tec zufolge wird die Vermarktungsstrategie für VIP zunächst auf den Bereich Gütertransport konzentriert: Vakuumisolierte Behälter sollen den Transport tiefgekühlter Waren über mehrere Tage hinweg ermöglichen, ohne dass zusätzliche Kühlaggregate nötig sind. Große Nachfrage für die VIP gebe es auch im Bausektor, wo die Gebäudedämmung immer mehr an Bedeutung gewinne.

Der Hochschul-Gründer-Preis 2000 wurde vom Förderverein innovatives Unternehmertum Nordbayern und der Bayerischen Landesbank ins Leben gerufen. Er wird im Rahmen der "High-Tech-Offensive Zukunft Bayern" vom Bayerischen Wirtschaftsministerium unterstützt.

Insgesamt 42 Gründer aus zehn Hochschulen hatten sich beteiligt. Dabei rangiert die Uni Regensburg mit zehn eingereichten Ideen an der Spitze, gefolgt von der Uni Würzburg mit neun und der Uni Erlangen-Nürnberg mit sieben Vorschlägen.
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