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Drei wollen eins: Studienqualität

24.05.2000 - (idw) Universität Leipzig

Vereinbarung im Rahmen der Universitätspartnerschaft
Halle-Leipzig-Jena zur Evaluation von Studium und Lehre

Die drei Partneruniversitäten in Halle, Jena und Leipzig unternehmen gemeinsam Schritte zur Verbesserung der Studienqualität. Die drei Rektoren unterzeichneten am Mittwoch in Leipzig eine Vereinbarung zur Evaluation von Studium und Lehre im Rahmen der seit fünf Jahren bestehenden Universitätspartnerschaft zwischen den drei klassischen mitteldeutschen Universitäten. Die Vereinbarung trägt die Unterschrift von Prof. Dr. R. Kreckel (Martin-Luther- Universität Halle-Wittenberg), Prof. Dr. G. Machnik (Friedrich-Schiller-Universität Jena) und Prof. Dr. V. Bigl (Universität Leipzig).
Gegenstand der Evaluation (Bewertung und Beurteilung) sind ausgewählte Studienfächer. Die von außerhalb kommenden Gutachter nehmen also insbesondere die Studien- und Prüfungsorganisation, den Studienablauf, das Lehrangebot, die Studieninhalte kritisch unter die Lupe, ermitteln Stärken und Schwächen und geben konkrete Empfehlungen. Nicht ganz unerheblich: Die drei Universitäten teilen sich die Kosten, so dass auf eine kostensparende Weise dieser wichtige Beitrag zur Sicherung der Qualität von Studium und Lehre geleistet wird. Den Auftakt vollzogen vor wenigen Tagen die sportwissenschaftlichen Institute in Halle und Jena und die Sportwissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig, die von externen Experten - Professoren und Studenten - aus Bochum, Kiel, Erlangen, Heidelberg, Münster und Paderborn begutachtet wurden. Vorgesehen ist, in den nächsten sieben Jahren jeweils pro Studienjahr ein naturwissenschaftliches, ein geisteswissenschaftliches und ein staats- bzw. sozialwissen- schaftliches Fach in die "Lehrevaluation in der Universitätspartnerschaft" (LEU) einzubeziehen.

Die Lehrevaluation vollzieht sich in drei Stufen. In der ersten erfolgt eine Selbstevaluation anhand gemeinsam bestimmter Qualitätsziele, nicht zuletzt mit Hilfe von Befragungen der Studierenden und der Lehrenden. In der zweiten Stufe besuchen die externen Gutachtergruppen die drei Universitäten, bewerten die Lehrsituation und erarbeiten Empfehlungen, darunter auch für sinnvolle Kooperationsmöglichkeiten zwischen den Einrichtungen. In der dritten Stufe schließlich werden zwischen den evaluierten Studienfächern und den jeweiligen Universitätsleitungen Vereinbarungen über die Sicherung und Verbesserung der Studienqualität getroffen.
Die gleichzeitige Evaluation von Studienfächern an verschiedenen Universitäten bietet die Chance zu einem Erfahrungsaustausch und zum systematischen Vergleich. So können beispielsweise besondere Leistungen oder Problemlösungen als Anregung für die anderen Universitäten dienen. Das Verfahren soll aber nicht auf ein Ranking mit einer kontraproduktiven Konkurrenzsituation hinauslaufen, wodurch mögliche Kooperationen nur erschwert werden. Gerade diese sind aber wie auch eine stärkere Profilbildung ein wichtiges Anliegen der gemeinsamen Evaluation.
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