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Wider den chronischen Schmerz - Kongress an der RUB

08.06.2000 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Wie kann man die Entstehung chronischer Schmerzen möglichst früh erkennen und ihr entgegenwirken? Welche psychologischen und biopsychologischen Prozesse sind an dieser Entstehung beteiligt? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des 2. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und Forschung DGPSF e.V., der vom 15. bis 17. Juni 2000 an der Ruhr-Universität (Gebäude MA) stattfindet. Unter dem Motto "Prävention der Schmerzchronifizierung - zwischen Utopie und Notwendigkeit" können sich Mediziner in Vorträgen und Posterpräsentationen über das Thema informieren und in Workshops ihre praktischen Fähigkeiten vertiefen.

Bochum, 08.06.2000
Nr. 153

Wider den chronischen Schmerz - Kongress an der RUB
Zukunft der Schmerzprophylaxe und -therapie
Schmerzforscher diskutieren (bio-)psychologische Perspektive


Wie kann man die Entstehung chronischer Schmerzen möglichst früh erkennen und ihr entgegenwirken? Welche psychologischen und biopsychologischen Prozesse sind an dieser Entstehung beteiligt? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des 2. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und Forschung DGPSF e.V., der vom 15. bis 17. Juni 2000 an der Ruhr-Universität (Gebäude MA) stattfindet. Unter dem Motto "Prävention der Schmerzchronifizierung - zwischen Utopie und Notwendigkeit" können sich Mediziner in Vorträgen und Posterpräsentationen über das Thema informieren und in Workshops ihre praktischen Fähigkeiten vertiefen.

Großem Informationsbedarf gerecht werden

Nicht nur der Beginn eines neuen Jahrtausends reizt dazu, die zukünftige Entwicklung des Faches Schmerztherapie zu reflektieren; es besteht auch ein erheblicher Aufklärungsbedarf unter den Medizinern: Viele von ihnen wünschen sich eine differenziertere, detailgenauere Diskussion der Entstehung und Aufrechterhaltung von Schmerzen. Auch eindeutige Indikationen für verschiedene therapeutische Maßnahmen fehlen noch. Diesen Wünschen möchte der Kongress gerecht werden: In zahlreichen parallel laufenden Workshops, Vorträgen, Symposien und Diskussionen können sich die Teilnehmer ein umfassendes Bild der Grundlagen, therapeutischen Verfahren, Schmerzklassifikationen und Ursachen verschaffen.

Einblicke in Grundlagen und neue Entwicklungen

Neben den psychologischen Aspekten chronischer Schmerzen widmen sich die Experten auch den biopsychologischen Prozessen: Hier erwarten die Veranstalter eine interdisziplinäre Diskussion. Sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene auf dem Gebiet der Schmerzforschung und -therapie bietet der Kongress Einblicke in Grundlagen und neue Entwicklungen auf diesem Gebiet.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Monika Hasenbring, Medizinische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, Abteilung für Medizinische Psychologie, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-25439, Fax: 0234/32-14-203, Email: monika.hasenbring@ruhr-uni-bochum.de, Internet: http://www.medpsych.ruhr-uni-bochum.de/kongress2000

Programm
Donnerstag, 15. Juni 00


10:00 - 13:00 Parallele Workshops

WS1: Schmerztherapie aus der Sicht von Patienten - (Kröner-Herwig, Göttingen)

WS2: Interdisziplinäre Konzepte in der Palliativmedizin - (Strasser, Essen)

WS3: Psychologische Verfahren in der Akutmedizin - (Schulz-Kindermann, Kiel)

WS4: Psychodynamische Schmerztherapie - (Eich, Heidelberg)

WS5: Psychologische Maßnahmen bei Schmerzmittelentzug - (Fritsche, Essen)

WS6: Multiaxiale Schmerzklassifikation (MASK) - (Klinger, Hamburg u. Maier, Bochum)

WS7: Indikation und Kontraindikation für Hypnose - (Peter, München)

WS8: Eye movement desensitization reprocessing - (Strenge, Kiel)

WS9: Besonderheiten der stationären Schmerztherapie - (Glier, Fredeburg u. Nilges, Mainz)

14:30 - 17:30 Teaching-Courses
Session 1:

TC1: Neurophysiologische Grundlagen - (Sandkühler, Heidelberg)

TC2: Kognitive Mechanismen der Chronifizierung - (Nilges, Mainz)

TC3: Differentielle Indikation psychologischer Schmerztherapie - (Hasenbring, Bochum)

TC4: Medikamentöse Schmerztherapie - (Strumpf, Bochum)

Session 2:

TC5: Neue Konzepte zur Pathogenese der Migräne - (Kropp, Kiel)

TC6: Klinik der artifiziellen Störung - (Stübinger, Kiel)

TC7: Klinik der Repetitive Strain Injuries - (Sorgatz, Darmstadt)

TC8: Klinik des M. Sudeck - (Maier, Bochum)

19:00 - 21:00 Mitgliederversammlung

Freitag, 16. Juni

09:00 - 09:30 Kongresseröffnung

09:30 - 10:15 Eröffnungsvortrag: Pain Management and Clinical Decision Making - Main (Manchester, UK)

10:30 - 12:00 Parallele Symposien

S1: Schmerz und posttraumatische Belastungsreaktion - Vorsitz: Steil (Dresden), Frettlöh (Bochum)

S2: Schmerz und Migration - Vorsitz: Glier, Rodewig (Fredeburg)

S3: Alltagsbelastung und Schmerzchronifizierung - Vorsitz: Traue (Ulm)

12:00 - 13:00 Guided Poster-Session - Vorsitz: Geissner (Münster)

14:00 - 15:30 Parallele Symposien

S4: Definition und Konzeption von Chronifizierung - Vorsitz: Gerbershagen (Mainz), Raspe (Lübeck)

S5: Schmerz, Angst- und Vermeidungskonditionierung - Vorsitz: Klinger (Hamburg), Pfingsten (Göttingen)

S6: Interdisziplinarität aus ärztlicher und psychologischer Sicht - Vorsitz: Zenz (Bochum), Gerber (Kiel)

16:00 - 17.30 Parallele Symposien

S7: Schmerz und Aufmerksamkeit - Vorsitz: Kropp (Kiel), Kröner-Herwig (Göttingen)

S8: Altersbezogene Schmerzprobleme - Vorsitz: Basler (Marburg)

S9: Neue Konzepte psychologischer Schmerztherapie - Vorsitz: Bischoff (Bad Dürkheim), Sorgatz (Darmstadt)

Samstag, 17. Juni

09:00 - 10:00: Freie Vorträge - Vorsitz: NN

10:00 - 10:45: Plenarvortrag: Folter, Schmerz und Traumatisierung - Traue (Ulm)

11:00 - 11:45: Plenarvortrag: Neuroplastizität und Schmerzchronifizierung - Tölle (München)

12:00 - 13:00: Podiumsdiskussion: Prävention der Schmerzchronifizierung: Perspektiven für die Psychologische Schmerztherapie

Teilnehmer: Franz (Göttingen), Hasenbring (Bochum), Kröner-Herwig (Göttingen), Maier (Bochum), Tölle (München), Traue (Ulm)

Diskussionsleitung: Sorgatz (Darmstadt)

13:00: Abschluss im Foyer

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