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Soziale Grundsicherung - Diskussionsforum an der Hochschule Wismar

08.06.2000 - (idw) Hochschule Wismar, University of Technology, Business and Design

Der Studiengang Sozialverwaltung des Fachbereiches Wirtschaft der Hochschule Wismar führt zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung M-V unter Leitung von Prof. Dr. Joachim Winkler eine Veranstaltung zur Problematik der sozialen Grundsicherung mit dem Thema

"Was kann und was soll der Staat im 21. Jahrhundert leisten? - Perspektiven sozialer Sicherung"

durch.

Am 15. Juni 2000
von 16.00 bis ca. 18.00 Uhr
im Hörsaal I, Hörsaalgebäude (Haus 3), Hochschule Wismar,
Philipp-Müller-Straße

wird es zwei Vorträge von Prof. Dr. Barbara Riedmüller, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaften der FU Berlin, und Dr. Bruno Kaltenborn, freier Politikberater aus Bonn, geben und es kann ausführlich diskutiert werden.
Interessenten sind sehr herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Einführung:
Die Bedingungen eines grenzenlosen Arbeitsmarktes, die Veränderungen der Arbeitsformen, die Zunahme von Teilzeitarbeit auch durch flexible Wochen- und Jahresarbeitszeit, die veränderten Arbeitsbiographien, die mit neuen Lebensformen und Familienstrukturen verbunden sind, die "erfinderischen" Beschäftigungsformen von ungeschützten Beschäftigungsverhältnissen bis zur Scheinselbständigkeit erfordern ein grundsätzliches Umdenken und eine strukturelle Reform der sozialen Sicherung.
Das gegenwärtige Modell der Sozialversicherung war mit den Bedingungen eines funktionierenden Arbeitsmarktes und dem damit verbundenen Beitragsaufkommen verknüpft.

Diese Voraussetzung ist heute in Frage gestellt vorwiegend durch höhere Produktivität und die technische Entwicklung, die immer mehr Menschen arbeitslos macht, dann durch die Globalisierung der Märkte, die in und jenseits europäischer Schranken neue Arbeitsmärkte erschließt, und nicht zuletzt durch neue Formen der Arbeitsverträge, die sich den Regularien der Sozialversicherung entziehen und diese entwerten.
Infolge diskontinuierlicher Erwerbsbiografien ist eine gesicherte Versicherungskarriere für viele Menschen unwahrscheinlich geworden. Die Folge wird unter anderem die Rückkehr zur Altersarmut sowie das Anwachsen von Armut bei Kindern und Jugendlichen sein. Durch die Einführung einer sozialen Grundsicherung könnte verhindert werden, dass Menschen bei Unterbrechung ihrer Erwerbsbiografie in Existenznot gelangen bzw. sozialhilfeabhängig werden. Modelle der sozialen Grundsicherung werden seit langem diskutiert, jedoch aus verschiedenen Gründen immer wieder verworfen.

Rückfragen bitte an:
Prof. Dr. Joachim Winkler
Hochschule Wismar
Fachbereich Wirtschaft
Telefon: 03841/753 694


Klaus Schimmel
Pressesprecher
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