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Stellenbörsen im Internet: Bessere Chancen für Frauen?

14.06.2000 - (idw) Helmut-Schmidt-Universität, Universität der Bundeswehr Hamburg

Studie des Instituts für Personalwesen und Internationales Management zeigt: Stellenanzeigen im Internet sind eher geschlechtsneutral formuliert

1.039 Stellenangebote von 31 überregionalen Jobbörsen im Internet hat das I.P.A. Institut für Personalwesen und Internationales Management an der Universität der Bundeswehr Hamburg untersucht. Das Ergebnis haben Prof. Dr. Michel E. Domsch, Leiter des Instituts, und seine Mitarbeiterin Dr. Uta B. Lieberum nun vorgelegt.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass mehr als 94 Prozent der untersuchten Online-Anzeigen geschlechtsneutral formuliert sind, also sowohl männliche als auch weibliche Bewerber ansprechen sollen. Ganz im Gegensatz zu den gedruckten Anzeigen. Zwar stieg die Zahl der weder eindeutig noch versteckt männlich oder weiblich formulierten Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften in den 90er Jahren leicht an, war aber mit nur 66 Prozent (im Jahr 1997) im Vergleich zu den Stellenangeboten im World Wide Web deutlich geringer.

Professor Domsch vermutet, dass der hohe Anteil geschlechtsneutraler Annoncen einen ansteigenden Trend widerspiegelt, der auf die Art der angebotenen Positionen und Branchen bezogen oder eine Besonderheit des Mediums Internet ist. Diese Besonderheit kann einerseits auf die Zielgruppe bezogen werden, die eher der jüngeren und aufgeschlosseneren Generation angehört. Andererseits könnte auch die steigende Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften in der IT-Branche dafür sorgen, dass durch neutrale Formulierungen mehr Frauen für diese Expertenpositionen angesprochen werden sollen.

Weitere Informationen:
Universität der Bundeswehr Hamburg
I.P.A. Institut für Personalwesen und Internationales Management
Univ.-Prof. Dr. Michel E. Domsch/Dr. Uta E. Lieberum
Holstenhofweg 85
22043 Hamburg
Tel. (040) 6541-2620 oder - 2232
Fax: (040) 6541-2891
E-Mail: IPA@unibw-hamburg.de
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