Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 30. Mai 2020 

Fortbildung des Klinikums über die Möglichkeiten und Grenzen der Zelltherapie

09.10.2000 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Veranstaltung am 14. Oktober 2000 richtet sich an Ärzte und medizinisch interessierte Laien -Spektakuläre neue Horizonte, die weit über die Hämatologie hinaus reichen, eröffnen Erkenntnisse über die Umwandelbarkeit von Blutzellen in andere Zelltypen

Frischzellentherapie? Knochenmarktransplantation als Heilungschance? Stammzelltransplantation und Stammzelltherapie im Kampf gegen Krebs und das Alter? Zu diesen und weiteren Themen veranstaltet die Medizinische Klinik und Poliklinik V der Universität Heidelberg am 14. Oktober 2000 von 8.45 bis 12.15 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Tumorzentrum Heidelberg/ Mannheim eine Fortbildung mit dem Titel "Zelltherapie - Chancen für die Zukunft".

Beispielhaft für die Fortschritte in der modernen Medizin ist die Entwicklung der Zelltherapie. Mit der Transplantation von Knochenmarkzellen bei angeborenem oder erworbenem Versagen der Blutbildung gibt es bereits jahrzehntelange Erfahrungen. Später erkannte man die Fähigkeit von Stammzellen aus dem peripheren Blut, die gleichen Funktionen zu erfüllen. Die Hochdosis-Chemotherapie, unterstützt durch Stammzelltransplantation, war deshalb das Hauptthema der Onkologie und Rheumatologie in den letzten zehn Jahren. Die Erfahrung aus der allogenen (d.h. von einem gesunden Spender stammenden) Knochenmarktransplantation hat uns gelehrt, dass ein zusätzlicher immunologischer Effekt notwendig ist, um eine langfristige Heilung bei Krebserkrankungen zu erzielen. Inzwischen können dazu verschiedene Arten von Immunzellen für die Krebsbekämpfung direkt aus dem Blut gewonnen oder im Reagenzglas hergestellt werden.

Komplementär zu den zellvermittelten Therapien sind neue medikamentöse Strategien der gezielten molekularen Manipulation entwickelt worden, die an den bösartigen Zellen ansetzen. Antikörper gegen bestimmte Formen von Lymphdrüsenkrebs oder gegen aggressiven Brustkrebs erlauben dem Immunsystem, die Krebszellen zu erkennen und abzutöten. Neue Medikamente zur Leukämiebehandlung, die krankhafte Genveränderungen blockieren, führen zum Absterben von Leukämiezellen, während die gesunden blutbildenden Zellen weitgehend unversehrt überleben. Spektakuläre neue Horizonte, die weit über die Hämatologie hinaus reichen, eröffnen Erkenntnisse über die Umwandelbarkeit von Blutzellen in andere Zelltypen, zum Beispiel in Nervenzellen, mit denen möglicherweise chronische Erkrankungen des Nervensystems wie der Morbus Alzheimer oder der Morbus Parkinson behandelbar werden.

Im Rahmen des Symposiums "Zelltherapie - Chancen für die Zukunft" werden Gäste und Mitarbeiter der Medizinischen Klinik und Poliklinik V einen Überblick über diese innovativen Therapieverfahren geben. Die Veranstaltung findet im Hörsaal des Kommunikationszentrums des Deutschen Krebsforschungszentrums, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg, statt. Die Veranstaltung richtet sich an Ärzte und medizinisch interessierte Laien.

Rückfragen bitte an:
Priv.-Doz. Dr. Stefan Frühauf
Tel. 06221 568030, Fax 565721
Stefan_Fruehauf@med.uni-heidelberg.de

oder:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
uniprotokolle > Nachrichten > Fortbildung des Klinikums über die Möglichkeiten und Grenzen der Zelltherapie

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/63489/">Fortbildung des Klinikums über die Möglichkeiten und Grenzen der Zelltherapie </a>