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Wer einmal lügt ... - Die Politikersprache in Affäre und Skandal

13.10.2000 - (idw) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Die Arbeitsgemeinschaft "Sprache in der Politik" e.V. ist eine wissenschaftliche Vereinigung, die sich die Erforschung der politischen Sprache in Geschichte und Gegenwart sowie die Förderung der sprachkritischen Diskussion in der Öffentlichkeit zum Ziel gesetzt hat. Aus Anlaß des CDU-Parteispendenskandals und anderer politischer Affären in der letzten Zeit hat die AG ihre 7. Tagung unter das Thema "Sprache und Glaubwürdigkeit. Linguistik der politischen Affäre(n)" gestellt.

Die Tagung findet vom 20. bis 21. Oktober 2000 im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Zu allen Veranstaltungen ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Ziel der Tagung ist es, in interdisziplinärer Diskussion die sprachlich kommunikativen Besonderheiten politischer Skandale herauszuarbeiten und dabei typische Einzelphänomene wie Entschuldigungen, Lügen, Ehrenworte sowie die üblichen Techniken der Verschleierung und des Herunterspielens einer genauen Analyse zu unterziehen. Gegenstand der Untersuchung sind die verschiedenen Affären der bundesrepublikanischen Geschichte - von der "Spiegel-Affäre" über den "Flick-Skandal" und die "Barschel-Pfeiffer-Affäre" bis hin zur "Parteispenden-Affäre". In demokratischer Absicht soll die Präsentation und Diskussion der linguistischen Analysen zugleich dazu dienen, eine kritische Öffentlichkeit für die spezifische Art und Weise zu sensibilisieren, in der die politischen Akteure und die Medien in der politischen Affäre mit Sprache umgehen.

Mit Dr. Erhard Eppler (SPD), Prof. Dr. Ulrich Sarcinelli, Prof. Dr. Josef Klein (beide Universität Koblenz-Landau), Prof. Dr. Frank Liedtke, Prof. Dr. Paul Georg Meyer (beide RWTH Aachen), Prof. Dr. Hans-Jürgen Heringer (Universität Augsburg), Prof. Dr. Astrid Schütz, Prof. Dr. Werner Holly (beide Universität Chemnitz) sowie Prof. Dr. Johannes Volmert, Dr. Kornelia Pape und Prof. Dr. Armin Burkhardt (alle Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) konnten 11 namhafte Referentinnen und Referenten gewonnen werden, die durch ihre zahlreichen Veröffentlichungen sehr dazu beigetragen haben, daß das Thema "politische Sprache" in der Öffentlichkeit in der Diskussion geblieben ist.

Darüber hinaus findet am 20. Oktober 2000, um 20.30 Uhr unter der Leitung von Reinhard Appel eine öffentliche Podiumsdiskussion zwischen Bundespolitikern, Journalisten und Linguisten über das Thema "Sprache und Politik. Wo bleibt die Glaubwürdigkeit?" statt. Als Teilnehmer konnten Dr. Heiner Geißler (CDU), Hans Leyendecker (Süddeutsche Zeitung), Eckhardt Barthel (SPD), Prof. Dr. Werner Holly (Universität Chemnitz) sowie Prof. Dr. Josef Klein (Universität Koblenz-Landau) gewonnen werden.

Am Freitag, dem 20. Oktober 2000, 12.15 Uhr, findet ein Pressegespräch statt, zu dem alle interessierten Medienvertreter herzlich eingeladen sind. Am Donnerstag, dem 19. Oktober 2000, von 16.00 bis 18.00 Uhr stehen die Referenten für telefonische Anfragen und Interviews unter der Tel.-Nr. 030/20196640 zur Verfügung.

Alle Veranstaltungen finden im Senatssaal der Humboldt Unversität zu Berlin statt.

Weitere Auskünfte: Prof. Dr. Armin Burkhardt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft "Sprache in der Politik" e.V, Institut für Germanistik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: (0391) 67-16616, Fax: (0391) 67-16700, email: armin.burkhardt@gse-w.uni-magdeburg.de
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