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RUB-Ringvorlesung zur jüngsten deutschen Geschichte

16.10.2000 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Die Auswirkungen der deutschen Vereinigung vor 10 Jahren sind Thema der Ringvorlesung "3. Oktober 1990: Voraussetzungen, Folgen und Ergebnisse der deutschen Vereinigung", veranstaltet vom Institut für Deutschlandforschung der RUB in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung - sie lässt Wissenschaftler und Zeitzeugen zu Wort kommen.

Bochum, 16.10.2000
Nr. 280


3. Oktober 1990 - und nun?
Voraussetzungen, Folgen und Ergebnisse der Vereinigung
Interdisziplinäre Ringvorlesung zur jüngsten deutschen Geschichte


Geblieben sind ein Feiertag zwischen Sommerferien und Semesterbeginn, der Solidaritätszuschlag (im Volksmund "Soli"), ein Kanzler der Einheit, den die eigene Geschichte eingeholt hat, manchmal ein grüner Pfeil für Rechtsabbieger und immer noch viele Vorurteile zwischen Ost und West. Und sonst? Vieles ist in Vergessenheit geraten, manches wird verdrängt und einiges ist den Menschen gar nicht bewusst, was die deutsche Vereinigung und ihre Auswirkungen heute, zehn Jahre danach, für Deutschland bedeuten. Grund genug, sich in einer interdisziplinären Ringvorlesung mit diesem Thema zu beschäftigen: "3. Oktober 1990: Voraussetzungen, Folgen und Ergebnisse der deutschen Vereinigung", veranstaltet vom Institut für Deutschlandforschung der RUB in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (Bildungswerk Dortmund), lässt Wissenschaftler und Zeitzeugen zu Wort kommen.

Offen für alle im studium generale

Die Ringvorlesung beginnt am Montag, 23.10.2000, und findet wöchentlich von 12.00 bis 14.00 Uhr im Gebäude GC, Raum 03/42 statt. Sie ist Teil des "studium generale" des Wintersemesters 2000/01 und richtet sich sowohl an Studierende und Mitglieder der RUB als auch an die interessierte Öffentlichkeit. Vertreter der Medien sind herzlich willkommen. Programm siehe unten.

Zwischenbilanz aus ostdeutscher Sicht

Den Auftakt der Ringvorlesung gestalten zwei Referenten aus Ostdeutschland, die eine Zwischenbilanz aus ihrer persönlichen Sicht ziehen. Der "Dickkopf aus dem Osten" (Berliner Zeitung) Eckhard Rehberg MdL, Schwerin, Vorsitzender der CDU-Fraktion und seit dem 26. Oktober 1990 Mitglied des Landtags Mecklenburg-Vorpommern, fragt am 23.10.: "Was nun, Deutschland? Zehn Jahre deutsche Einheit: Risiko Freiheit." Am 30.10. ist dann Dr. Sabine Bergmann-Pohl MdB, Berlin, zu Gast. Als letztes Staatsoberhaupt der DDR, von April bis Oktober 1990 Präsidentin der Volkskammer, referiert sie über "Die Legende von der DDR-Geborgenheit. Soziale Probleme und Aufgaben der inneren Einheit."

Vielfältige Perspektiven

Aus verschiedenen Blickwinkeln wird die Veranstaltung unterschiedliche Aspekte der Vereinigung beleuchten. Prof. Dr. Werner Rutz und Prof. Dr. Eberhard Kroß, beide Geographie, beschäftigen sich mit der Entstehung der neuen Bundesländer und ihrer Wahrnehmung in Schulbüchern (06.11. und 11.12.2000), Prof. Dr. Uwe Andersen, Politikwissenschaft, mit den ersten gesamtdeutschen Wahlen seit 1990 (04.12.) und Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Knut Ipsen, Völkerrecht, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, mit "Deutschland als Rechtsperson im Vereinigungsprozess" (08.01.2001). Es geht ferner darum, wie das Bildungssystem der DDR umgebaut (15.01.) und Universitäten reformiert werden mussten (22.01.), wie sich die Umweltverhältnisse in Deutschland seit der Vereinigung verändert haben (18.12.) und wie das europäische Ausland das "neue" Deutschland seitdem wahrgenommen hat und wahrnimmt (29.01.).

Weitere Informationen

Dr. Frank Hoffmann, Institut für Deutschlandforschung, GB 04/48, Tel.: 0234/32-27863, Fax: 0234/32-14587, eMail: frank.hoffmann-2@ruhr-uni-bochum.de

Termine + Themen

23.10.2000, Eckhard Rehberg MdL, Schwerin: Was nun, Deutschland? Zehn Jahre deutsche Einheit: Risiko Freiheit.

30.10.2000, Dr. Sabine Bergmann-Pohl MdB, Berlin: Die Legende von der DDR-Geborgenheit. Soziale Probleme und Aufgaben der inneren Einheit.

06.11.2000, Prof. Dr. Werner Rutz (Geographie), RUB: Die Entstehung der neuen Länder und die dadurch ausgelösten Diskussionen über die Neugliederung des vereinigten Deutschlands.

13.11.2000, N.N. Referent und Thema werden rechtzeitig bekannt gegeben.

20.11.2000, Prof. Dr. Bernd Faulenbach (Neuere Geschichte), RUB: Zehn Jahre Auseinandersetzung über die doppelte Nachkriegsgeschichte und die Frage der inneren Einheit in Deutschland.

27.11.2000, Dr. Ursula Schirmer (Kunsthistorik), Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn: Denkmalpflege und Denlmalschutz in den neuen Bundesländern.

04.12.2000, Prof. Dr. Uwe Andersen (Politikwissenschaft), RUB: Parteien und Wahlen in Deutschland seit 1990.

11.12.2000, Prof. Dr. Eberhard Kroß (Geographie), RUB: Die Wahrnehmung der neuen Bundesländer im Schulbuch.

18.12.2000, Prof. Dr. Andreas Schumann (Wasserwirtschaft und Umwelttechnik), RUB: Veränderungen der deutschen Umweltverhältnisse nach der Vereinigung.

08.01.2001, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Knut Ipsen (Völkerrecht), RUB: Deutschland als Rechtsperson im Vereinigungsprozess.

15.01.2001, Prof. Dr. Oskar Anweiler (Vergleichende Erziehungswissenschaft), RUB: Anpassung statt Erneuerung? Der Umbau des DDR-Bildungssystems in den neuen Ländern.

22.01.2001, Prof. Dr. Günther Wartenberg (Ev. Theologie und Kunsthistorik), Universität Leipzig: Die Reform der Universitäten in Sachsen im Prozess der Wiedervereinigung.

29.01.2001, PD Dr. Mirjana Stancic (Literaturwissenschaft), Wien, Zagreb, Bochum: Der fremde Blick. Europäische Deutschlandbilder nach der Vereinigung.

05.02.2001, N.N. Referent und Thema werden rechtzeitig bekannt gegeben.

12.02.2001, Abschlussdiskussion.

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