Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 14. Dezember 2019 

Universität Heidelberg bei Budapester Kongress mit Bildsequenzanalysesystem präsent

17.10.2000 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Beim 12th FESPP Congress on Plant Physiology stellte das Akquisitionszentrum Biotechnologie (TZBio) der Universität Heidelberg ein Bildsequenzanalysesystem vor - Zurzeit ein konkurrenzloses Verfahren

In Budapest fand jetzt ein Kongress der "Federation of European Societies of Plant Physiology" (FESPP) statt, der ein internationales Publikum von 800 Wissenschaftlern aus Wissenschaft und Industrie zusammenbrachte. Das "Akquisitionszentrum Biotechnologie" (TZBio) der Universität Heidelberg war neben einer Zahl von Firmen im Ausstellungsraum mit einem Stand vertreten. Dabei wurden unter anderem Bildsequenzanalysesysteme vorgestellt, die in der Arbeitsgruppe von Dr. Ulrich Schurr aus dem Botanischen Institut der Universität Heidelberg im Rahmen der interdisziplinären DFG-Forschergruppe "Digitale Bildsequenzanalyse zum Studium dynamischer Prozesse" entwickelt wurden.

Die Bildverarbeitung der Heidelberger Wissenschaftler ist gegenwärtig ein konkurrenzloses Verfahren, um raum-zeitliche Prozesse in biologischen Systemen zu analysieren. Mit dieser Technik kann das Wachstum eines Blattes oder einer Wurzel bestimmt werden. Auch Einsatzgebiete zur Analyse pflanzlichen Wachstums, zum Beispiel bei Wachstumsvorgängen von Mikroorganismen, sind denkbar. Ein weiterer Aspekt ist der Einsatz von Infrarot-CCD-Kameras zu thermographischen Analysen, womit unter anderem wichtige Parameter des Wasserhaushalts von Pflanzen (Transpiration, Wassergehalt) analysiert werden können. Auch auf zellulärer Ebene können dynamische Prozesse visualisiert und quantifiziert werden. Das System besteht aus entsprechenden CCD-Kameras und speziell für die Messaufgaben entwickelten Software-Paketen.

Für kommerzielle Anwendungen können auf Basis der vorhandenen Systeme auch Screening-Verfahren entwickelt werden. Das kann zum Beispiel von grosser großer Bedeutung sein, wenn Hochleistungspflanzen bei unterschiedlicher Behandlung anhand des Wachstums selektiert werden sollen. Der Anwendungsbereich lässt sich leicht auf andere, zum Beispiel medizinische Gebiete erweitern.

Ein weiteres Segment, das die Gruppe um Dr. Ulrich Schurr verfolgt, sind in vivo-Untersuchungen des zentralen Wasser- und Nährstofftransportwegs (Xylem) in Pflanzen. Diese Untersuchungen erfolgen wiederum an der intakten Pflanze ohne nennenswerte Eingriffe in das Gewebe. Dazu haben die Wissenschaftler einen speziellen Regler für die Druckkammer entwickelt. Anwendungsspezifische Bildaufnahme- und Bildanalysesysteme können von den Wissenschaftlern entwickelt werden.


Rückfragen bitte an:
Dr. Eckhart Wildi, Dipl. Biologe
Akquisitionszentrum Biotechnologie (TZBio)
Institut für Pharmazeutische Biologie
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 364
69120 Heidelberg
Tel. 06221 545870, Fax 545868
eckhart.wildi@urz.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/transfer/

oder:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
uniprotokolle > Nachrichten > Universität Heidelberg bei Budapester Kongress mit Bildsequenzanalysesystem präsent

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/63851/">Universität Heidelberg bei Budapester Kongress mit Bildsequenzanalysesystem präsent </a>