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Frankfurter Buchmesse 2000: Charles M. Schulz und seine "Peanuts" auf der Buchmesse

17.10.2000 - (idw) Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)

Ausstellung des Instituts für Jugendbuchforschung im neuen
Comic Center

FRANKFURT. "Comics sind eine dritte Macht zwischen der traditionellen Buchliteratur und den neuen Medien", urteilt der Comic-Forscher Dr. Bernd Dolle-Weinkauff vom Frankfurter Institut für Jugendbuchforschung. Auch die Frankfurter Buchmesse hat den Comic-Boom für sich entdeckt: In den nächsten drei Jahren wird es einen Schwerpunkt "Faszination Comic" geben. Eröffnet wird das Comic Center in Halle 4.1. am Mittwoch (18.10.) um 17 Uhr mit einer Ausstellung über Charles M. Schulz und seine Peanuts, die von Dolle-Weinkauff und von zwei Studierenden des Instituts, Stefanie Trzensiok und Peter Recknagel im Auftrag der Buchmesse konzipiert wurde.

Die "Peanuts" sind die erfolgreichste Serie aller Zeiten und feiern in diesem Jahr ihren fünfzigsten Geburtstag; weitere Folgen wird es allerdings nicht geben, denn ihr geistiger Vater Charles M. Schulz ist im Februar diesen Jahres gestorben. "Dieser feine Comicstrip verbindet Humor mit inhaltlichem Anspruch, philosophischen Tiefgang. Schulz wusste seine Comics so zu präsentieren, dass Kinder und Erwachsene Spaß daran haben und die Figuren lieben", so Dolle-Weinkauff zum Erfolgsrezept dieses Comicstrips. In der Ausstellung geben die Forscher einen Überblick über das Werk des genialen Zeichners, seine Themen von den kleinen Dingen des Alltags bis zu theologischen Grundfragen (unter den Schlagzeilen: "Ansichten und Einsichten: das Leben und seine Tücken, America at its best, Kampf der Geschlechter" etc.). Dolle-Weinkauff und sein kleines Team beleuchten die Kunst des Comicstrips und ordnen die Peanuts in die Tradition der amerikanischen Comics ein. Da gibt es ein Wiedersehen mit den Darstellern des kleinen Welttheaters von Charlie Brown, Schroeder, Sally und Rerum bis Woodstock - und vielen mehr. Auch die besten Sprüche von Charlie Brown & Co werden präsentiert.

Im Comic Center werden außerdem noch zwei weitere Ausstellungen gezeigt: "Mabuse - ein Comic von Isabel Kreiz" und "Avantgarde und Experimente". 30 Aussteller werden zudem ihr Comic-Sortiment präsentieren, eine Lese-Ecke mit mehreren tausend Comics wird zum Schmökern einladen. In einer Reihe von Veranstaltungen wird über Trends, Chancen und Preise auf dem Comic-Markt diskutiert und zahlreiche Vorträge beschäftigen sich mit Geschichte und Gegenwart der populären Bildgeschichten. So referiert u.a. Adam Rusek (Nationalbibliothek Warschau) über die Geschichte des Comic in Polen, dem diesjährigen Gastland der Buchmesse.

Nähere Informationen: Dr. Bernd Dolle-Weinkauff, Institut für Jugendbuchforschung, Telefon 069/798-22397 oder - 23564,
E-Mail: dolle-weinkauff@rz.uni-frankfurt.de

Nähere Informationen zur Buchmesse: Besuchen Sie uns an unserem Stand A 450 in Halle 4.2., Telefon 97590108.
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