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Konflikt und Kooperation an internationalen Flüssen

17.10.2000 - (idw) Technische Universität Berlin

Einladung zu internationaler Konferenz

Seit Ende der 80er Jahre ist immer wieder die Rede davon, dass 'Kriege um Wasser' zu Schlüsselereignissen dieses Jahrhunderts werden. Das hohe Bevölkerungswachstum erzwinge eine Steigerung der Nahrungsmittelproduktion in der Bewässerungslandwirtschaft und führe zu immensen Wasserverbräuchen; der Wasserverbrauch pro Kopf steige mit zunehmendem Lebensstandard und die drastische Nachfrage auch in anderen Sektoren der Volkswirtschaften bringe es mit sich, dass Wasser absolut knapp werde. Die unabdingbare Folge sei, so die Vermutung, ein hohes zwischenstaatliches Konfliktpotenzial, das den Einsatz von Gewalt immer wahrscheinlicher werden lässt. Dieses düstere Szenario wird durch die Spannungen zwischen Israel und Palästina um den Jordan genährt; aber auch die rivalisierenden Nutzungsansprüche der Anrainerstaaten des Euphrat - der Türkei, Syrien und dem Irak - machen immer wieder Schlagzeilen und scheinen ein hohes internationales Sicherheitsrisiko zu bestätigen.

Die Berliner Fachgruppe "Umwelt- und Ressourcenschutz" der Carl Duisberg Gesellschaft e.V. und das Institut für Management in der Umweltplanung der Technischen Universität Berlin ha-ben Experten von Flussgebietskommissionen, internationalen und nationalen Organisationen zur Diskussion eingeladen, um das Kooperations- und Konfliktpotenzial in Verhandlungen um internationale Flussläufe zu bewerten.

Zu dieser internationalen Konferenz möchten wir Sie herzlich einladen:

Zeit: 27. Oktober 2000, 9.00 bis 18.30 Uhr

Ort: Messe Berlin, Internationales Business-Center,
Gebäude Nr. 10.1, Messedamm 22, 14055 Berlin

Es berichten Vertreter der Zambesi River Authority, der Okavango Commission, der UNECE Konventionsstaaten, der Weltbank, Wissenschaftler des Third World Centre for Water Mana-gement, der Hebrew University, des Applied Research Institute Jerusalem u.a. Vor dem Hintergrund europäischer Erfahrungen, den Auseinandersetzungen um den Jordan, den Verhandlungen um Ganges und Mahakali sowie Kooperationen an anderen asiatischen und afrikanischen Flüssen, diskutiert die Konferenz:

· Wie sichern wir Stabilität und Frieden an internationalen Flüssen?
· Wie kann eine für die betroffenen Parteien akzeptable Wasserverteilungsregel aussehen? Wie können Nutzeneinbußen und negative Effekte zur Zufriedenheit der beteiligten Anrainerstaaten kompensiert werden?
· Welche Kooperations- und Konfliktvermeidungsstrategien sind erfolgversprechend?
· Welchen Beitrag können die internationalen Geberorganisationen (wie z.B. die Weltbank) leisten?

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Internationalen Fachmesse Wasser Berlin statt. Auf ihr werden sich auch zahlreiche Wissenschaftler der TU Berlin innerhalb des Forschungsmarktes Berlin präsentieren.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gerne: Frau Dr. Waltina Scheumann, TU Berlin, Institut für Management in der Umweltplanung, Tel.: 030/314-73564, Fax: 030/314-73517, E-Mail: scheumann@imup.tu-berlin.de und Jens Tanneberg, Carl Duisberg Gesellschaft e.V., Berliner Fachgruppe "Umwelt- und Ressourcenschutz", E-Mail: tannebergj@cdg.de . Für Ihre weitere Recherche können Sie auch den virtuellen Expertendienst zum Thema "Wasser" der TU Berlin nutzen. Er enthält zahlreiche Ansprechpartner, einen themenrelevanten Veranstaltungskalender und eine Sammlung von Medieninformationen über "Wasser":

http://www.tu-berlin.de/presse/wissenschaftsdienst/experten


Diese Medieninformation finden Sie auch im World Wide Web unter der
Adresse http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2000/pi195.htm
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