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Würzburger Informatiker auf der Frankfurter Buchmesse

18.10.2000 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Auf der Frankfurter Buchmesse, die vom 18. bis 23. Oktober ihre Pforten öffnet, präsentieren auch Informatiker von der Universität Würzburg ihre Arbeiten. Das ist heutzutage nicht weiter ungewöhnlich, bieten doch inzwischen mehr als 2.000 Aussteller "e-books", CD-ROMs, DVDs oder WWW-basierte Werke an. Besonders bei wissenschaftlichen Publikationen ist dieser Anteil recht hoch.

Der Würzburger Lehrstuhl für Informatik II hat sich bei der Aufbereitung von Nachschlagewerken aus Medizin und Pharmazie auf die Text- und Bildkompression sowie auf die Navigation in umfangreichen Textbeständen spezialisiert. Mit Förderung durch das Bayerische Wirtschaftsministerium präsentieren Prof. Dr. Jürgen Albert und seine Mitarbeiter in der Halle 4.0 (Electronic Media), nur wenige Schritte vom (deutlich größeren) Stand von Microsoft entfernt, in Würzburg entwickelte Softwarepakete.

Als eines der Highlights nennt Prof. Albert die gerade fertig gestellte "HagerROM 2001": Bei dieser elektronischen Version von "Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis" sind insgesamt zwölf Bände des Nachschlagewerks auf einer einzigen CD-ROM vereint. Das Auffinden relevanter Textstellen wird unter anderem durch eine schnelle Volltextsuche erreicht. Dazu enthält die HagerROM einen fehlertoleranten Modus, der zu einem Suchwort gleich mögliche Varianten der Schreibweise abdeckt, zum Beispiel zu "karzinogen" auch "carcinogen".

Da sich das zugehörige Druckwerk auf 12.000 Seiten erstreckt und mehr als 11.000 Abbildungen enthält, waren zusammen mit dem Springer-Verlag Heidelberg eine ganze Reihe logistischer Probleme zu lösen. Für die inhaltliche Gestaltung zeichneten vor allem die Hager-Herausgeber Prof. Dr. Ulrike Holzgrabe und Prof. Dr. Siegfried Ebel vom Lehrstuhl für Pharmazeutische Chemie in Würzburg verantwortlich. Ein erster Eindruck zur HagerROM kann gewonnen werden unter:
http://www.hagers-handbuch.de

Auf der Buchmesse stellen die Informatiker außerdem aktuelle Implementierungsstudien zur Folgeversion "HagerROM 2002" vor. Sie zeigen auch weitere, in Kooperation mit der Klinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten sowie dem Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg entstandene Softwarepakete: Dabei handelt es sich zum einen um eine Toolbox für dermatologische Vorlesungen (SENTIMED) und zum anderen um einen Onlinedienst zur Bestimmung medizinisch relevanter Mikroorganismen (RIDOM).

Weitere Informationen: Prof. Dr. Jürgen Albert, T (0931) 888-6600, Fax (0931) 888-6603, E-Mail:
albert@informatik.uni-wuerzburg.de
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