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Neuer Hörsaal an KUE: Technik für die Virtuelle Universität

18.10.2000 - (idw) Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Gemeinsame Vorlesungen für die Studierenden an den Standorten Eichstätt und Ingolstadt ohne aufwändige Pendelei, Tele-Seminare mit anderen Universitäten und modernste Technik für die Informatik-Ausbildung: Ab diesem Wintersemester steht den Studierenden der Katholischen Universität Eichstätt (KUE) ein neuer Multimedia-Hörsaal zur Verfügung. In ihm können die Studierenden den Umgang mit neuen Werkzeugen für Computerpräsentationen oder Videokonferenzen erlernen. Gleichzeitig bietet der Hörsaal die technische Basis für die viel zitierte Virtuelle Hochschule, bei der Lehrende und Lernende, die sich an verschiedenen Orten befinden, mit Hilfe des Internets zusammenarbeiten.


Die letzten Handgriffe im neuen Multimedia-Hörsaal an der KUE Der Hörsaal wurde besonders für das Fach Informatik, aber auch für die neue fakultäts- und standortübergreifende Wirtschaftsmathematik, die pädagogische Ausbildung und andere Fächer an der KUE eingerichtet und ist mit modernster Technik ausgestattet. Dazu zählen zwei Daten- und Videoprojektoren, zwei digitale Kameras und eine Dokumentenkamera. Doch Computer und Monitore sind an den zwölf Arbeitsplätzen auf ersten Blick nicht zu entdecken. Statt dessen ist an jedem Arbeitsplatz eine Glasscheibe zu sehen, durch die auf unter der Arbeitsplatte installierte Monitore geschaut werden kann. "Monitore, die auf dem Tisch stehen, versperren den Blick nach vorn und zu den anderen Studierenden und stören die Interaktion empfindlich", erläutert Informatik-Professor Jörg Desel. Die in Eichstätt gewählte Lösung soll deshalb dafür sorgen, dass mit der Technik selbstverständlich gearbeitet wird, diese aber nicht ablenkt. "Der Einsatz neuer Medien soll möglichst ergonomisch und attraktiv sein", betont Desel. Deshalb wurden auch extrem leise PCs gewählt, die Rechenleistung wird durch einen leistungsstarken Computer im Nebenraum zur Verfügung gestellt.

Mit seiner Ausstattung ermöglicht der Raum verschiedene Veranstaltungstypen. Dazu zählen Vorlesungen mit technischer Unterstützung, Übungen am Rechner und Tele-Veranstaltungen. Darunter versteht man Veranstaltungen, die zugleich an mehreren Orten stattfinden. Die simultane Kommunikation in beide Richtungen über das Internet wird durch spezielle Hardware und Software ermöglicht. Dabei können Dozenten und Studierende nicht nur miteinander sprechen, sondern die Daten- und Videoprojektoren ermöglichen auch, dass die Präsentation des ortsfernen Dozenten, er selbst und das jeweils andere Publikum auf großen Projektionsflächen im Raum dargestellt werden, um die Situation einer Präsenzveranstaltung möglichst gut nachzubilden. "Derartige Tele-Seminare haben wir bereits mehrfach mit viel Erfolg in sehr kleinen Gruppen im Rechenzentrum veranstaltet, jetzt sind wir für Projekte wie die Virtuelle Hochschule Bayern technisch gerüstet", erklärt Desel. Umgekehrt bietet der Raum die Möglichkeit, Lehrformen zu kombinieren: Desel sieht den neuen Hörsaal "als Experimentallabor für mediengestützte Lehre". Denn der Einsatz neuer Medien in der Lehre wird in Eichstätt nicht nur praktiziert, er ist auch selbst Gegenstand der Forschung. Da traditionell ein hoher Anteil der Studierenden das Lehramt anstreben, ist diese Forschung nicht nur auf die universitäre Ausbildung, sondern auch auf die Ausbildung in der Schule - und hier insbesondere für das Fach Informatik - ausgerichtet.
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