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2.11.: 2. Vorlesung Mercatorprof. Limbach

26.10.2000 - (idw) Gerhard-Mercator-Universität Duisburg (bis 31.12.2002)

Die Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Frau Prof. Jutta Limbach ist in der kommenden Woche (Do, 2.11., 18.15 Uhr) wieder zu Gast an der Mercator-Universität Duisburg, um ihre zweite Vorlesung im Rahmen der Mercatorprofessur zu halten.

In der Uni rechnet man wieder mit einem vollen Audimax, denn die erste Vorlesung kam bei allen Beteiligten gut an. Im Anschluss an die allgemeinverständlichen Ausführungen zu den staatstheoretischen Grundlagen der Menschen- und Bürgerrechte entwickelte sich eine kurze, lebhafte Diskussion. Prof. Limbach versprach, dass sie bei der nächsten Vorlesung besonders viel Zeit mitbringen werde, um anschließend ausgiebig mit den Zuhörern diskutieren zu können.

Der zweite Vortrag behandelt Inhalt und Normgehalt der Menschenrechte im Wandel der politisch-sozialen Verhältnisse. Unter anderem wird Prof. Limbach dabei die Thematik "Frau und Menschenrechte" anschneiden, denn eine Zeit lang galten die Menschenrechte nur für den reichen, weißen, männlichen Adel, darauf wies Prof. Limbach bereits in ihrer ersten Vorlesung hin.


Presse- und Fototermin

Liebe Redaktion,

zur zweiten Vorlesung im Rahmen der Mercatorprofessur von Frau Prof. Jutta Limbach laden wir Sie, liebe Redaktion, und Ihre Fotografen herzlich ein am

Donnerstag, 2. November 2000, 18.15 Uhr,
Uni-Bereich Lotharstr. 65,
Gebäude LA, Audimax

Mit freundlichen Grüßen

Beate H. Kostka
Leiterin der Pressestelle


Mercator-Professur

Die Mercator-Professur wurde 1997 aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Mercator-Universität eingerichtet. Die ersten Inhaber waren Bundesaußenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher, der Schriftsteller Siegfried Lenz sowie der Literatur- und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma.

Im Sinne des Namensgebers Gerhard Mercator - der bedeutende Geograph und Universalgelehrte wirkte von 1552 bis 1594 in Duisburg - wird mit Frau Prof. Limbach eine renommierte Persönlichkeit für die Mercator-Professur gewonnen, die sich in Leben und Werk weltoffen mit grundlegenden Problemen und Fragen der Menschen exemplarisch auseinandersetzt und Antworten findet, die weit über ihre Zeit hinausgreifen.


Macht und Verantwortung der Richter

Prof. Limbach (66) ist seit 1994 Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts. Sie studierte an den Universitäten Berlin und Freiburg Rechtswissenschaften und legte 1958 bzw. 1962 die beiden juristischen Staatsprüfungen ab. 1966 promovierte Frau Limbach zum Dr.jur., die Habilitation legte sie 1971 ab. Im gleichen Jahr erhielt sie die Berufung auf den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht sowie Rechtssoziologie an der Freien Universität Berlin.

Von 1989 bis 1994 war Frau Limbach Justizsenatorin des Landes Berlin. Bis zu ihrer Ernennung als Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts im September 1994 nahm sie die Aufgaben der Vizepräsidentin wahr. Frau Limbach ist Mitherausgeberin mehrerer wissenschaftlicher Zeitschriften und einer Schriftenreihe zur Gleichstellung der Frau. Seit 1987 ist sie Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Gesetzgebung. In ihren Veröffentlichungen setzt sich Frau Limbach unter anderem mit der Macht und Verantwortung der Richter auseinander oder auch mit Sorgerechtsfragen in der Rechtspraxis.

Das Bundesverfassungsgericht mit Sitz in Karlsruhe ist ein allen übrigen Verfassungsorganen gegenüber selbständiger und unabhängiger Gerichtshof des Bundes und zugleich eines der obersten Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland.


Themenübersicht:

18.10.2000:
Ursprung, Geschichte und Theorie der Menschenrechte
Die Geburt der Menschenrechte aus dem Geiste der Aufklärung und ihr Weg vom revolutioären Programm zu Normen des Rechts

2.11.2000:
Inhalt und Normgehalt der Menschenrechte
im Wandel der politisch-sozialen Verhältnisse
Von den Freiheitsrechten über die Idee sozialer und wirtschaftlicher Menschenrechte zu den Rechten künftiger Generationen

6.2.2001:
Schutz und Garantie der Menschenrechte
Über gegenwärtige und zukünftige Institutionen, Verfahren und Instrumente des nationalen und internationalen Schutzes der Menschenrechte
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