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Bestrahlungsplanung und -optimierung

26.10.2000 - (idw) Technische Universität Kaiserslautern

Universität Kaiserslautern auf der MEDICA in Düsseldorf vom 22. bis zum 25. November

Klinische Strahlentherapieplaner haben die schwierige Aufgabe, gleichzeitig zwei prinzipiell widersprüchliche Ziele verfolgen zu müssen: Zum einen soll eine dem individuellen Krankheitsbild angemessene Strahlungsdosis im Tumorgewebe realisiert werden, um mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Kontrolle des Tumors zu garantieren. Andererseits ist es unabdingbar notwendig, die Strahlung im benachbarten Gewebe (insbesondere in Risikoorganen) auf einem möglichst niedrigen Niveau zu halten, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden.
Die herkömmliche Methode inverser Strahlentherapieplanung ist sehr zeitaufwändig: Ausgehend von den (in der Regel nicht erreichbaren) Idealwerten werden die Strahlendosen nach Erfahrungswerten variiert und mit den behandelnden Ärzten bewertet. Die gewählten Organgewichte müssen meist mehrfach nachgebessert werden, bis ein vertretbarer Plan gefunden ist.
Neuere Arbeiten der Abteilung "Optimierung" des Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik führen zu schnelleren und besseren Planungsergebnissen. Der speziell entwickelte Optimierungsalgorithmus garantiert eine möglichst schonende und gleichzeitig effektive Bestrahlung des Patienten. Zudem wird die Planung erheblich beschleunigt. So kommen einerseits mehr Patienten in den Genuss einer optimal angepassten Bestrahlung, gleichzeitig können die teuren Bestrahlungsgeräte besser ausgelastet werden.

Ansprechpartner:
Dr. Stefan Nickel
Tel.: 0631/205-4558
Email: nickel@itwm.uni-kl.de
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