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Experten diskutieren Hochschulentwicklung unter ökologischen Prämissen

30.10.2000 - (idw) Universität Osnabrück

Das bundesweite Netzwerk eco-campus.net, das von der Universität Osnabrück und der Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) in Berlin getragen, und die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung e.V. (VÖW) veranstalten zusammen mit der Evangelischen Akademie Loccum vom 17. bis 19. November die Tagung "Hochschulentwicklung unter ökologischen Prämissen".

Pressemitteilung
Osnabrück, 30. Oktober 2000 / Nr. 130/2000

Experten diskutieren Hochschulentwicklung unter ökologischen Prämissen
eco-campus.net und VÖW veranstalten Tagung in der Evangelischen Akademie Loccum

"Mehr als zwei Millionen Menschen lehren, forschen, lernen und arbeiten in den über 300 Hochschulen in der Bundesrepublik. Auf der einen Seite tragen sie in einem erheblichem Umfang zu Umweltbelastungen bei, auf der anderen Seite ist die Umweltforschung längst fester Bestandteil des Wissenschaftsbetriebs", sagt Dr. Peter Viebahn, Koordinator für Umweltmanagement an der Universität Osnabrück. Er fordert: Das Forschungswissen muß stärker als bisher für eine umweltgerechte Gestaltung der Hochschulen genutzt werden. Wie dies realisiert werden kann, ist Thema der Tagung "Hochschulentwicklung unter ökologischen Prämissen", die vom 17. bis 19. November 2000 in der Evangelischen Akademie Loccum stattfindet. Veranstalter sind - in Zusammenarbeit mit der Akademie - das bundesweite Netzwerk eco-campus.net, das von der Universität Osnabrück und der Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) in Berlin getragen wird, und die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung e.V. (VÖW).

Wie Dr. Viebahn erläutert, sollen im Rahmen der Tagung richtungsweisende Konzepte und Ansätze aus einzelnen Hochschulen vorgestellt und gleichzeitig hochschulpolitische Handlungsanforderungen formuliert werden. Der Osnabrücker Wissenschaftler: "In der aktuellen Diskussion um die Reform der Hochschulen werden ökologische Aspekte bisher nur selten berücksichtigt. Vor allem in den Bereichen, in denen es auf eine gezielte Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen akademischen Disziplinen, aber auch zwischen Leitung und Verwaltung, Lehrenden und Studierenden ankommt, bestehen noch erhebliche Defizite."

Zum Auftakt der Tagung sind ein Vortrag sowie Diskussionsrunden zum "Stellenwert der Nachhaltigkeit in der aktuellen Hochschulpolitik" und zu den "Anforderungen an eine nachhaltige Hochschulentwicklung" geplant. In verschiedenen Workshops wird es unter anderem um Motivation und Mitarbeiterbeteiligung, umweltfreundliche Beschaffung und Abfallbewirtschaftung sowie nationale Energiekonzepte für Hochschulen gehen. Eine Podiumsdiskussion am Schluß der Veranstaltung wird sich mit der Frage beschäftigen, wieviel Raum die kommenden Reformen den Hochschulen zu einer ökologischen Profilierung lassen. Zu den Teilnehmern der Tagung gehören Wissenschaftler, Verwaltungsmitarbeiter und Studierende sowie Experten von außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Institutionen. Anmeldungen sind bis zum 13. November 2000 möglich (Evangelische Akademie Loccum, Postfach 2158, 31545 Rehburg-Loccum, Telefon 05766 / 81-0, Fax 05766 / 81-128).

Während der Veranstaltung wird sich auch das eco-campus.net vorstellen. Verantwortlich für die Realisierung dieses Dienstleistungsangebotes im Internet sind Dr. Viebahn und Karsten Schomaker von der Berliner Fachhochschule. Ziel sei es, so die beiden Projektleiter, die Umweltschutz-Akteure in den einzelnen Hochschulen bundesweit zu vernetzen. Das eco-campus.net präsentiert verschiedene Projekte, Praxisbeispiele und Lehrkonzepte, informiert über Workshops, Tagungen und Weiterbildungsveranstaltungen, unterhält einen Info-Service mit Literatur- und Medienhinweisen und fördert die Kommunikation über Chat und Mailing-Liste. Die wissenschaftliche Leitung von eco-campus.net liegt bei Prof. Dr. Anja Grothe-Senf, Vorstandsvorsitzende des Instituts für Ressourcenschonung, Innovation und Service im Umweltschutz an der FHW Berlin, sowie Prof. Dr. Michael Matthies, Direktor des Instituts für Umweltsystemforschung an der Universität Osnabrück. Projektpartner ist die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (Osnabrück).

Informationen zur Tagung im Internet unter http://www.eco-campus.net/Veranstaltungen/herbsttagung.html

Kontaktadresse:

Dr. Peter Viebahn
Universität Osnabrück
Institut für Umweltsystemforschung
Artilleriestraße 34, 49069 Osnabrück
Tel. (0541) 969-2589, Fax (0541) 969-2599
e-mail: pviebahn@usf.uni-osnabrueck.de
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