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BLK-Modellversuchsprogramm "Modularisierung"

30.10.2000 - (idw) Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung

PM 34/2000

BLK-Modellversuchsprogramm "Modularisierung"

Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) fördert seit dem 1.10.1998 bis zum 30.9.2001 das Hochschulmodellversuchsprogramm "Modularisierung". Modularisierung ist zentrales Thema der Reform der Studienstrukturen der bundesdeutschen Hochschulen. 27 Hochschulen, in 6 länder- und hochschulartenübergreifenden Verbünden organisiert, beteiligen sich. Für jeden Verbund wurde die Federführung einer Hochschule festgelegt. Die Gesamtkosten des Programms in Höhe von 12 Mio. DM teilen sich Bund und beteiligte Länder je zur Hälfte.

Heute wurde der Zwischenbericht in der BLK diskutiert. Die zentralen Vorhaben des Programms:

1. Modellvorhaben zur länderübergreifenden Entwicklung und Erprobung integrierter modularer Studienangebote unter Einbeziehung informations- und kommunikationstechnischer Medien am Beispiel der Ingenieurwissenschaften (Federführung: Technische Universität Ilmenau)

2. Modellvorhaben zur Modularisierung von Informatik-Studiengängen (Federführung: Universität Leipzig)

3. Modellvorhaben zur Modularisierung in den Ingenieurwissenschaften (Federführung: Fachhochschule Furtwangen)

4. Modellvorhaben zur Modularisierung der wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge (Federführung: Universität Augsburg)

5. Modellvorhaben zur Modularisierung in den Geistes- und Sozialwissenschaften (Federführung: Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt/Main)

6. Modellvorhaben zur Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen in den Agrarwissenschaften (Federführung: Fachhochschule Neubrandenburg)


Der Zwischenbericht macht deutlich:
- Über die Verbünde haben sich Kooperationen entwickelt, die sonst nicht hätten entstehen können;
- es konnte eine vorzügliche Kooperation und Koordination unter den Modellversuchen und zwischen den Verbünden aufgebaut werden.
- Verbünde haben eigene Homepages und kommunizieren über INTERNET;
- es gibt Verbünde, die sich anderen Hochschulen und Studiengängen öffnen und diese einbeziehen. Die Folge: ein breiter Transfer der im Verbund erzielten Ergebnisse;
- Im Vergleich mit den bisher geförderten Hochschulmodellversuchen ist es beispielhaft gelungen, viele Hochschulen unterschiedlichen Typus länderübergreifend bei der Entwicklung gemeinsamer Zielsetzungen zu vernetzen.

Die Kommission konnte bereits in diesem Stadium feststellen:
von den Verbünden sind fachlich und überregional übertragbare Empfehlungen für die Modularisierung von Studienangeboten mit entsprechendem Leistungspunktsystem zu erwarten, die Transfer und Akkumulation gewährleisten.

Zum Programmabschluss im Jahr 2001 werden die Verbünde auf einer BLK-Fachtagung der Hochschulöffentlichkeit ihre erzielten Ergebnisse präsentieren können. Sie werden einen Beitrag zur Beschleunigung der Hochschulstrukturreform liefern.
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