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Heinrich-Sauer-Preis 2000

09.11.2000 - (idw) Klinikum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Vor kurzem wurde der Magdeburger Arzt, Dr. med. Ralf Lobmann, Jahrgang 1967, mit dem diesjährigen Heinrich-Sauer-Preis der Norddeutschen Diabetes-Gesellschaft ausgezeichnet. Der Preisträger ist seit 1995 als Assistenzsarzt an der Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselkrankheiten der Magdeburger Universität tätig. Mit dieser Auszeichnung wird die wissenschaftliche Arbeit des 33-jährigen Arztes auf dem Gebiet der Diabetes-Forschung gewürdigt.

Bei seinen Untersuchungen beschäftigt sich Dr. Lobmann insbesondere mit Unterzuckerungen bei Diabetikern und deren Folgewirkung. Betroffen sind davon vor allem Diabetiker, die Insulin spritzen. Aber auch Patienten die nur mit Tabletten behandelt werden, können solche schwerwiegenden Unterzuckerungen erleiden. Als Zeichen der gestörten Gedächtnisleistung während einer Unterzuckerung treten bei niedrigen Blutzuckerwerten zunehmend eine Verwirrtheit, Konzentrationsschwäche, Sehstörungen und schließlich ein lebensgefährliches Koma auf.

Im Universitätsklinikum Magdeburg gibt es seit 1994 eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselkrankheiten (Professor Hendrik Lehnert) und der Klinik für Neurologie II (Professor Hans-Jochen Heinze), die diese Prozesse eingehend untersucht. Im Rahmen dieser Kooperation wurde ein neues Testverfahren entwickelt, mit dem bereits sehr frühzeitig Veränderungen der Gedächtnisleistungen bei diabetischen Patienten festgestellt werden können. Diese modernen Test- und Untersuchungsverfahren zeigen in mehreren Studien unterschiedliche Wahrnehmungsprozesse und Verarbeitungsmuster bei Diabetikern und stoffwechselgesunden Kontrollen. Daher sollte die Therapie auf eine sorgfältige Balance zwischen der Vermeidung von Unterzuckerung (Hypoglykämie) und gleichzeitig durchgeführter intensivierter Insulintherapie ausgerichtet sein. Neben der grundsätzlichen Forderung einer konsequenten Vermeidung von Hypoglykämien muss allerdings auch bei der erheblichen Vielfalt der Symptome und ihrer unterschiedlichen Wahrnehmung größtes Augenmerk auf individualisierte Trainingsprogramme gelegt werden.
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