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Materialografie: Spannende Bilder aus dem Mikrokosmos

21.11.2000 - (idw) Fachhochschule Gelsenkirchen

An der Fachhochschulabteilung Recklinghausen treffen sich Ende November Metallografen und Materialkundler, um über moderne Bildverarbeitung zu diskutieren. Was früher Kamera und Dunkelkammer leisten mussten, schaffen heute CCD-Kamera, Framegrabber, Scanner, digitale Bildverarbeitung und Drucker.


Materialien mit moderner Bildverarbeitung sichtbar zu machen, ist das Ziel über das während der Tagung "Dibit 2000" in Recklinghausen diskutiert wird. Foto/Montage: FHG, Abdruck honorarfrei Recklinghausen. Rund Hundert Metallografen und Materialkundler gibt es im Raum Rhein-Ruhr, verteilt über Unternehmen, Hochschulen, Forschungsstätten. Die meisten von ihnen haben ihre Ausbildung zu einer Zeit gemacht, als der Mikrokosmos von Metallen und Materialien noch mit Lichtmikroskop, Kamera und Kontaktabzug abgebildet wurde. Heute ist alles anders: Die digitale Bildinformation ist Trumpf bei der Abbildung des Inneren von Metallen, Keramik und Kunststoffen, sei es, um Materialeigenschaften sichtbar zu machen, sei es, um Schadensfälle nach Materialbruch zu untersuchen. Als Treffpunkt und gemeinsame Informationsbörse für alle, die dem digitalen Zug der Bildverarbeitung in der Materialkunde folgen wollen oder müssen, bietet die Fachhochschulabteilung Recklinghausen am Dienstag, den 28. November einen digitalen Bildinformationstag an, abgekürzt "DiBIT".
Erwartet werden rund 100 bis 150 Teilnehmer sowie 30 bis 40 Anbieter von Hard- und Softwarelösungen für die Materialografie, so die Prognose von Prof. Dr. Christian Willems aus dem Recklinghäuser Fachbereich Chemie und Materialtechnik, der die Tagung vorbereitet. Neben Fachvorträgen wird es vor allem Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch geben: Alles über das Scannen, über CCD-Kameras, Filter, Kontrasteinstellungen, Helligkeitsbeeinflussung und die dreidimensionale Darstellung, über die Probenvorbereitung, Reinheitsgrade und Korngrößen, über Schichtdicken und Phasengehalte, von Bildsignalen, Druckern und geeigneten Druckerpapieren bis hin zu Speichern und Bildarchivierungssystemen. Noch während der Tagung soll das Programm teilnehmerorientiert veränderbar sein: Ein Themenwunsch, ausgehängt mit Raum und Uhrzeit, macht es möglich, dass die Teilnehmer mit den Füßen abstimmen, worüber diskutiert wird. Der Entwicklung zur weltweiten Vernetzung entspricht, dass auch die Telemikroskopie ein Thema sein wird, denn was bereits als digitales Bild vorliegt, kann über das Internet auch direkt weltweit verteilt und betrachtet werden. Dass der Tagungsbericht nicht mehr gedruckt, sondern digital auf eine CD gebrannt wird, versteht sich da schon fast von selbst. Die CD soll nach der Tagung nicht nur den Teilnehmern das Wissen nachsehbar machen, sondern soll auch für weitere interessierte Fachleute beziehbar sein. Der Teilnehmerbeitrag beträgt bei Voranmeldung 50 DM, an der Kongresskasse 75 DM, Studierende nehmen gegen Vorlage des Studentenausweises kostenfrei teil.
Als Veranstalter tritt neben der Fachhochschule erstmalig die "Gesellschaft für Materialografie Rhein-Ruhr e.V.", abgekürzt "gmr²", auf. Sie entstand erst vor ein paar Wochen aus dem bisherigen Arbeitskreis für Metallografie in der Rhein-Ruhr-Region. Die Veränderung im Namen macht deutlich, wie wichtig Keramiken und Kunststoffe in der industriellen Anwendung geworden sind und dass sie sich einen gleichrangigen Platz neben den Metallen erobert haben.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Prof. Dr. Christian Willems, Fachbereich Chemie und Materialtechnik der Ab-teilung Recklinghausen der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (02361) 915-479 oder 915-443 (Dekanatssekretariat), Telefax (02361) 915-484,
E-Mail: christian.willems@fh-gelsenkirchen.de

DiBIT 2000 Dienstag, 28. November 2000, 9 - 18 Uhr
Hochschulabteilung Recklinghausen, Gebäude 1
August-Schmidt-Ring 10
in Recklinghausen
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