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Ausländische Studierende beraten über Fremdenfeindlichkeit

30.11.2000 - (idw) Hochschule Magdeburg-Stendal (FH)

Der folgende Text ist eine Pressemitteilung des Ausländerbeauftragten Sachsen-Anhalts und wird in Zusammenarbeit mit der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) über den idw verbreitet. An der Tagung in Halle werden auch Studierende und Mitarbeiter der FH teilnehmen.

In den vergangenen Monaten haben fremdenfeindliche Vorfälle gegen ausländische Studierende mehrmals Schlagzeilen gemacht. Nun melden sich die Betroffenen selbst zu Wort: Am Donnerstag kommender Woche (7.12.) werden ausländische Studierende und Wissenschafter der verschiedenen Hochschulen Sachsen-Anhalts die Situation beraten. Zu den Hintergründen der ersten "Konferenz der ausländischen Studierenden und Wissenschaftler", deren Gastgeber die Hochschule Burg Giebichenstein (Halle) ist, erläutert der Ausländerbeauftragte der Landesregierung, Günter Piening:

"Die Anregung für diesen Kongress kam von David Ouma, Student in der Kirchlichen Hochschule Friedensau, der mit seinem kleinen Sohn am 7.2.00 im Bahnhof Burg von Jugendlichen überfallen wurde.
In drei Arbeitsgruppen werden sich die Teilnehmer mit den Themen Fremdenfeindlichkeit, Verbesserung der ausländerrechtlichen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der Förderung der Internationalität der Hochschulen auseinandersetzen.
Auffallend ist, dass sich die meisten Teilnehmer für die Arbeitsgruppen angemeldet haben, die sich mit Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus auseinandersetzen. Dieses könnte ein klares Indiz dafür sein, dass sie ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zunehmend durch die Folgen von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit eingeschränkt sehen.
Die Konferenz wird ein wichtiges Zeichen gegen die Rechtsentwicklung setzen und Anregungen geben, wie die Lebens- und Studienbedingungen ausländischer Studierender und Wissenschaftler verbessert werden können."

Veranstaltet wird der Kongress gemeinsam vom Ausländerbeauftragten der Landesregierung, dem Verein "Miteinander" (Magdeburg) sowie der seit dem 1.11.00 arbeitenden "Interkulturellen und antirassistischen Projektkoordination" Halle. Die Schirmherrschaft hat Kultusminister, Dr. Gerd Harms, übernommen. An den Hochschulen Sachsen-Anhalt waren 2000/2001 1201 (5,4%) ausländische Studierende eingeschrieben.

Nachfragen bitte an das Büro des Ausländerbeauftragten der Landesregierung:
Tel.: (0391) 627-3405
Fax: (0391) 627-3703
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