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Ökonomie und Ökologie in Forschung und Lehre

03.12.2000 - (idw) Universität Augsburg

DR. CLEMENS HAINDL EHRENSENATOR DER UNIVERSITÄT AUGSBURG / STIFTUNGSLEHRSTUHL FÜR UMWELTMANAGEMENT STÄRKT GESAMTUNIVERSITÄREN UMWELTSCHWERPUNKT

"In Anerkennung seines Engagements für die Universität Augsburg, insbesondere für die Wirtschaftswissenschaften und für die Verbindung von Ökonomie und Ökologie in Forschung und Lehre" hat die Universität Augsburg dem Sprecher der Geschäftsführung und persönlich haftende Gesellschafter der G. Haindl'schen Papierfabriken KGaA, Augsburg, Herrn Dr. Clemens Haindl, die Ehrensenatorenwürde verliehen.

Die aus der Urkunde zitierte Begründung verweist in erster Linie auf die unter der Ägide von Dr. Clemens Haindl im Sommer 1999 erfolgte Gründung der mit einem Kapital von 5 Mio. DM ausgestatteten Georg Haindl-Wissenschaftsstiftung. Die Erträge dieser Stiftung ermöglichen die dauerhafte Finanzierung eines Stiftungslehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Umweltmanagement an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg, der voraussichtlich zum Sommersemester 2001 besetzt werden kann. In einer Zeit, in der neue Akzentsetzungen in der Regel allenfalls noch durch schmerzliche interne Ressourcenumschichtungen möglich scheinen, ist dieser Stiftungslehrstuhl - der erste an der Universität Augsburg - nicht nur eine willkommene Bereicherung, er bedeutet vielmehr eine konsequente Stärkung des in Forschung und Lehre fakultätsübergreifenden umweltwissenschaftlichen Schwerpunktes, der von Umweltethik, Umweltrecht und Umweltökonomie bis hin zur entsprechend ausgerichteten Materialforschung und einschlägigen Projekten reicht, die im Zuge der High-Tech-Offensive Bayern an der Universität Augsburg realisiert werden.

UMWELTPOLITISCH MASSSTÄBE GESETZT

Der nachhaltigen Ressourcenbewirtschaftung, die als Thema im Mittelpunkt der Forschungs- und Lehrtätigkeit des Stiftungslehrstuhls stehen wird, sieht sich das Unternehmen Haindl als Pionier des Altpapiereinsatzes seit den 60er-Jahren bereits verpflichtet. Umweltpolitisch hat das Augsburger Unternehmen, in das Dr. Clemens Haindl 1970 als persönlich haftender Geschäftsführer eintrat, Maßstäbe gesetzt: Die Wiederaufbereitung von Altpapier zu neuen grafischen Papieren wurde im Haindl-Werk Schongau maßgeblich entwickelt. In Schwedt an der Oder hat Haindl die erste europäische Zeitungsdruckpapierfabrik gebaut, die erstmals Newsprint zu 100 Prozent aus Altpapier hergestellt hat. Mit der im Jahr 2000 im Stammwerk Augsburg in Betrieb genommenen PM 3, der 800 Mio. DM teuren, weltweit modernsten Papiermaschine für die Herstellung von leichtgewichtigen gestrichenen Massendruckpapieren, die dem Unternehmen die Nominierung für den deutschen Zukunftspreis für Innovation und Technik 2000 einbrachte, ist Haindl auch beim Einsatz von Altpapier in diesem höchstwertigsten Sortiment der Pressedruckpapiere, den LWC-Papieren, weltweit führend. Im Konzern insgesamt liegt die Wiederaufbereitungskapazität von Altpapier bei 1,9 Mio. Tonnen pro Jahr, das entspricht einer Menge, die jährlich rund 33 Mio. Bundesbürger sammeln. Darüber hinaus sind alle Werke im Konzern nach ISO 14001 und nach der EG-Öko-Audit-Verordnung zertifiziert.

AUFSTIEG ZUM INTERNATIONALEN KONZERN

Die Entwicklung vom bayerisch-rheinischen Papierhersteller zum internationalen Konzern, die die Firma nicht zuletzt dank des persönlichen Engagements, des Durchsetzungsvermögens und des unternehmerischen Geschicks von Dr. Clemens Haindl seit den 80er Jahren genommen hat, belegt die Kompatibilität von umweltpolitischer Verantwortung und ökonomischem Erfolg: In der zweiten Hälfte der 90er Jahre ist das Unternehmen zum größten deutschen Papierhersteller aufgestiegen, heute ist es unter den 40 größten Papierherstellern der Welt die einzige Familiengesellschaft. Während andere große Firmen der Papierindustrie in den vergangenen Jahren in größeren Einheiten aufgegangen sind, ist es Haindl gelungen, aus der schwersten Krise der Papierindustrie in den Jahren 1994/95 gestärkt hervorzugehen und heute in der internationalen Rangliste der Pressedruckpapierhersteller Rang sechs einzunehmen.

ALTE VERBUNDENHEIT MIT DER UNIVERSITÄT AUGSBURG

Das über die unmittelbaren Interessen seines Unternehmens hinausreichende, stets die Bedürfnisse des Standorts Augsburg berücksichtigende Engagement von Dr. Clemens Haindl manifestierte sich nicht zuletzt in der Gründung der Augsburg Airways und im Festhalten an dieser Augsburg mit den Metropolen Deutschlands verbindenden Regionalfluglinie auch in geschäftlich schwierigen Zeiten. Die sich nunmehr erneut in der Georg-Haindl-Wissenschaftsstiftung spiegelnde Überzeugung, dass Regionalförderung gerade auch Wissenschaftsförderung ist, und die damit einhergehende enge Verbundenheit mit der Universität Augsburg haben im Hause Haindl lange Tradition: Der ehemalige Firmenchef Georg Haindl zählte zu den treibenden Kräften im Schwäbischen Hochschulkuratorium, das in den 60er Jahren tatkräftig mitgeholfen hat, die Beschlüsse der Bayerischen Staatsregierung und des Bayerischen Landtags zugunsten der Gründung einer sechsten Landesuniversität in Augsburg herbeizuführen. Die später dann aus dem Hochschulkuratorium hervorgegangene Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg wird seit zehn Jahren vom Finanzchef der Haindl Papier GmbH & C. KG, Dr. Manfred Scholz, geführt, der seit zwei Jahren auch Vorsitzender des Hochschulrates der Universität Augsburg ist und - wie nun auch Dr. Clemens Haindl - zum Kreis der Ehrensenatoren der Universität Augsburg zählt.

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