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Wie wirksam sind Agenda 21-Prozesse?

11.01.2001 - (idw) Technische Universität Darmstadt

"Stragegien nachhaltiger Entwicklung - Sind lokale und regionale Agenda geeignete Umsetzungsinstrumente?" - Tagungsdokumentation erschienen

Die jetzt erschienene Dokumentation enthält die Ergebnisse und Beiträge der Fachtagung "Strategien Nachhaltiger Entwicklung - Sind Lokale und Regionale Agenda geeignete Umsetzungsinstrumente?" vom 14. November 2000 in der TU Darmstadt. Professor Dr. Hans Reiner Böhm, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Interdisziplinäre Technikforschung (ZIT) der TU Darmstadt, konnte rund einhundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu der Fachtagung begrüßen, die das ZIT in Kooperation mit der Region Starkenburg und dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten veranstaltete. Vor dem Hintergrund bisheriger Erfahrungen mit lokalen und regionalen Agenda 21-Prozessen wurden anhand regionaler Beispiele Erfolgsfaktoren und Hemmnisse in zentralen Bereichen von Agenda 21-Prozessen diskutiert. Dabei wurde insbesondere der Austausch von Wissenschaft und Praxis angeregt und neue Perspektiven für die Arbeit in Forschung und Praxis eröffnet.
Wurden bisher im Rahmen ähnlicher Veranstaltungen vorrangig Fragen der Initiierung und Etablierung von Agenda 21-Prozessen diskutiert, lag der Schwerpunkt dieser Tagung auf Umsetzungsaspekten. So hat sich bspw. gezeigt, daß das Zusammen-spiel von Politik, Verwaltung und Agendagruppen ein entscheidender Faktor bei der Umsetzung erarbeiteter Handlungs-programme darstellt. Andere wesentliche Faktoren sind die Messung der Wirksamkeit von Agenda 21-Prozessen bzw. der vereinbarten Maßnahmen, oder zur Umsetzung erforderliche neue Kooperationsformen zwischen relevanten Akteuren.
Die Tagung zog zunächst Bilanz der bisherigen Aktivitäten zur Lokalen Agenda 21 in Hessen und der bundesweiten Aktivitäten im Rahmen des Wettbewerbs 'Regionen der Zukunft'. Im Anschluß daran hielten Vertreter wissenschaftlicher Einrichtungen Impulsreferate zu drei für die Umsetzung wesentlichen Bereichen. Dabei standen folgende Fragestellungen im Mittelpunkt:
· LA 21 und Bürgerbeteiligung - Erhöhung von Legitimität, Effizienz und Effektivität politischer Entscheidungsprozesse durch ein verbessertes Zusammenspiel von Verwaltung, Politik und Bürgern; Verwirklichung der Bürgergesellschaft?
· LA 21 und nachhaltige Entwicklung - Operationalisierung des Leitbildes und Messung nachhaltiger Entwicklung durch Nachhaltigkeitsindikatoren?
· LA 21 und wirtschaftliche Entwicklung - Schaffung innovativer Milieus und neuer Kooperationsformen zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe?
Die von den Referenten formulierten Thesen wurden im Lichte der Praxis der Agenda 21-Prozesse von den Teilnehmern in Diskussionsforen ergänzt, verworfen oder weiter vertieft.
Die Dokumentation umfaßt 140 Seiten und ist zum Selbstkostenpreis von 20,- DM zzgl. Versandkosten erhältlich beim

Zentrum für Interdisziplinäre Technikforschung (ZIT)
der TU Darmstadt
Hochschulstr. 1
64289 Darmstadt
Fax.: 06151/166752
e-mail: zit@zit.tu-darmstadt.de
Aus dem Inhalt der Dokumentation:
Dr. Hans-Peter Meister (IFOK, Bensheim):
Erfolgsfaktoren regionaler Agenda-Prozesse

Lars-Hilmar Steinberg (RKW Hessen e.V.):
Förderprogramm Lokale Agenda 21 in Hessen - Eine Zwischenbilanz

Prof. Dr. Hubert Heinelt (Institut für Politikwissenschaften, TU Darmstadt):
Neuere Debatten zur Modernisierung der lokalen Politik - nicht nur aus deutscher Perspektive

Stefan Wilhelmy (FEST, Heidelberg):
Zur Zielsetzung und Durchführung der Studie "Indikatoren im Rahmen einer Lokalen Agenda 21"
Ruggero Schleicher-Tappeser (EURES, Freiburg):

Nachhaltigkeit im Kontext europäischer sozio-ökonomischer Vielfalt und ihre Gestaltung auf
verschiedenen politischen Ebenen

Daniela Wagner (Stadträtin der Stadt Darmstadt):
Erfahrungen im Umgang der Kommunalpolitik mit Agendagruppen

Elisabeth Straßer (LK Groß Gerau, Wirtschaftsförderung in der Region Starkenburg):
Erfahrungen regionaler Wirtschaftsförderung mit neuen Kooperations- und Organisationsformen

Dr. Walter Dennhöfer (Umweltamt Alsfeld): Erfahrungen mit dem Einsatz von kommunalen Nachhaltigkeitsindikatorensystemen

Institut für Organisationskommunikation (IFOK):
Ergebnissdokumentation der Speaker-Corners und Diskussionsforen
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