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Neue Behandlung bei frühkindlichem Asthma

11.01.2001 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Eine Arbeitsgruppe um Professor Stefan Zielen von der Bonner Universitäts-Kinderklinik beteiligt sich an einer weltweiten Studie, bei der ein Medikament auf seine vorbeugende Wirkung bei 2- bis 5-jährigen Asthma-Patienten geprüft werden soll. Die Mediziner sind nun auf der Suche nach Probanden.

Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung der Atemwege; besonders bei Kindern nimmt sie in Deutschland zu. Wenn Kleinkinder wiederholt an so genannter "spastischer Bronchitis" erkranken, ist das oft der erste Hinweis auf ein Asthma bronchiale. Erkrankte Kinder leiden an nächtlichem Husten, pfeifender Atmung bis hin zu schwerer Atemnot im Rahmen von Erkältungen. Die Annahme, kindliches Asthma "verwachse" sich im Laufe des Lebens, trifft leider meist nicht zu. Bisher wurden Kinder erst bei akuten Atemproblemen mit Bronchien erweiternden Medikamenten behandelt, eine vorbeugende Therapie wurde nicht empfohlen. Doch eine frühe Behandlung kann nach Meinung der Bonner Mediziner möglicherweise die Entwicklung eines chronischen Asthmas verhindern.

Um die Richtigkeit dieser Annahme zu prüfen, will Prof. Zielens Arbeitsgruppe nun die Wirkung eines neuen Medikaments bei Kindern mit leichtem Asthma und Verschlechterungen bei Erkältungen untersuchen. Das Mittel, das die erkältungsbedingte Freisetzung von Entzündungsstoffen in den Atemwegen abschwächen kann, ist seit 1997 für Erwachsene und Kinder von 6 bis 14 Jahren zugelassen, in den USA außerdem für 2- bis 5-Jährige. Eine jüngst durchgeführte Studie in dieser Altersgruppe hat gezeigt, dass bei dieser Medikation im Falle virusbedingter Verschlechterungen von Asthma signifikant weniger Kortison verabreicht werden mußte.

Insgesamt werden in diese Studie weltweit etwa 700 Kinder aufgenommen, die im Rahmen von Erkältungsinfekten häufig unter einer Verschlimmerung der Symptome leiden und zwischen diesen Beschwerden symptomfrei sind. Eltern, die wünschen, dass Ihr Kind an der Studie teilnimmt, mögen sich an die betreuenden Ärzte wenden.

Ansprechpartner: Professor Dr. Stefan Zielen, Dr. Christina Bez und Dr. Martin Rosewich, Uni-Kinderklinik, Adenauerallee 119, 53113 Bonn, Telefon und -fax: 0228/287-3343, E-Mail: martinrosewich@gmx.de.
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