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Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt

12.01.2001 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Mit aktuellen Aspekten der Diagnostik und Therapie manisch-depressiver Erkrankungen beschäftigt sich am 13.Januar 2001 eine Tagung an der Universitätsklinik Münster für Psychiatrie und Phsychotherapie.

Ein Wechsel von Phasen großer Niedergeschlagenheit und ausgeprägter Hochstimmung bestimmen das Leben der Menschen, die an manisch-depressiven Erkrankungen leiden. Diese heute auch als bipolare Störungen bezeichneten Krankheiten, die das Leben der Betroffenen in hohem Maße beeinträchtigen, gehören zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen. Etwa 1,5 Prozent der Bevölkerung, in Deutschland also rund 1,2 Millionen Menschen, sind davon betroffen. Zählt man leichtere Formen hinzu, so gehen Experten davon aus, das sogar jeder 20. Mensch an dieser Erkrankung leidet.

Aktuelle Aspekte der Diagnostik und Therapie manisch-depressiver Erkrankungen beleuchtet am Samstag, 13. Januar 2001, eine Tagung am der münsterschen Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Die Leitung der um 9 Uhr im Hörsaal der Klinik beginnenden Veranstaltung liegt bei Klinikdirektor Prof. Dr. Volker Arolt und Oberarzt Dr. Andreas Erfurth. Ziel des Symposiums ist es, den of schwierigen diagnostischen, pharmakologischen, psychotherapeutischen und sozialpsychiatrischen Problemen in der Behandlung bipolarer Patienten näher zu kommen.

Mit ihrer relativ hohen Erkrankungshäufigkeit stellen manisch-depressive Erkrankungen, die häufig mit anderen Leiden wie beispielsweise Panikstörungen, sozialen Phobien oder Alkoholismus einhergehen, ein erhebliches gesundheitliches Problem dar. Neben der großen Belastung für den einzelnen Patienten und seine Familie sind auch die sozioökonomischen Auswirkungen gewaltig. Eine neuere Schätzung geht davon aus, dass ein Patient, der mit 25 Jahren an einer bipolaren Störung erkrankt, eine um neun Jahre verkürzte Lebenserwartung hat, zwölf Jahre seines normalen gesunden Lebens verliert sowie 14 Jahre seiner beruflichen und familiären Aktivität.

Trotz vieler Fortschritte in der Erkenntnis der Ursachen, Diagnose und Behandlung manisch-depressiver Störungen ist die Behandlung in vielen Fällen nach wie vor unbefriedigend. Die Tagung in Münster will einen Beitrag dazu leisten, die Versorgung der betroffenen Patienten zu verbessern.

Hinweis an Redaktionen: Für nähere Informationen steht Ihnen Dr. Andreas Erfurth, Tel. 0251/83 5 66 01 (Pforte) gern zur Verfügung.
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