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Wissenschaftler aus Erlangen und Wladimir forschen gemeinsam

12.01.2001 - (idw) Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS

Mit zwei Verträgen leiten die Universitäten von Erlangen und ihrer russischen Partnerstadt Wladimir eine neue Phase der Zusammen-arbeit ein. Ein Rahmenvertrag "über die Zusammenarbeit in For-schung und Lehre zwischen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen, Angewandte Elektronik IIS-A und der Staatlichen Universität Wladimir (SU Wladimir)" soll gemeinsame Projekte und den Austausch von Dozenten und Studenten "fördern und auf eine dauerhafte Basis stellen". Dieser Vertrag wird ergänzt durch einen Kooperationsvertrag zwischen der Fakultät für Hoch-frequenzphysik, Elektronik und biomedizinische Technik der SU Wladimir und dem Lehrstuhl für Informationstechnik am Institut für Elektrotechnik, dem Lehrstuhl für Mustererkennung am Institut für
Informatik sowie dem Fraunhofer IIS-A. Beide Verträge werden am 12. Januar 2001 in Erlangen unterzeichnet. Prorektor Bernd Naumann empfängt dazu die Dekanin der Fakultät in Wladimir, Professorin Lyudmila T. Sushkova, sowie von der Erlanger Seite Professor Heinrich Niemann, Inhaber des Lehrstuhls für Mustererkennung und Professor Heinz Gerhäuser, Inhaber des Lehrstuhls für Informationstechnik und Leiter des Fraunhofer IIS-A. Auf russischer Seite haben Rektor und Prorektor der SU Wladimir, Alexej G. Sergejew und Wladimir N. Titow, bereits im Vorfeld die Verträge besiegelt.

Vereinbart wird die Zusammenarbeit im Bereich der Lehre, zum Beispiel wechselseitige Durchführung von Vorlesungen, Seminaren und Kursen, der Austausch von Lehrmaterialien, und die Ent-wicklung und Einbeziehung der Internet-Technologien in Lehre und Forschung. Wissenschaftler und Studenten sollen Gelegenheit erhalten, an der jeweils anderen Universität zu forschen. Angestrebt werden außerdem gemeinsame Forschungsprojekte, wissenschaftliche Symposien und Seminare sowie gemeinsame Publikationen.
Dabei interessieren beide Seiten ein breit gefächertes Spektrum: Telekommunikation, Multimedia-Technik, Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik, Digitale Signalverarbeitung, Bildverarbeitung, Personen- und Objekterkennung und Künstliche Intelligenz gehören zur Liste der Fachgebiete.

Die beiden Verträge knüpfen an eine dreijährige Vorgeschichte an. Am 28. September 1997 hatten Rektor Jasper und Prorektor Titow eine Absichtserklärung zur Vertiefung der Zusammenarbeit beider Universitäten unterzeichnet. Damals hatte sich auch das Fraunhofer IIS-A über die Forschungstätigkeit der Wladimirer Universität informiert.
Fast genau drei Jahre später, am 23. September 2000, besuchten die Professoren Niemann und Gerhäuser die staatliche Universität SU Wladimir. (Hierzu liegt ein Foto vor: Besprechung in einem Labor der Universität). Was sie dort kennen lernten, erschien ihnen so viel versprechend, dass sie Lyudmila Sushkova nur gut drei Monate später zum Gegenbesuch nach Erlangen einluden und anregten, die anvisierten Kooperationen auf eine vertragliche Basis zu stellen. Auf der Basis des Rahmenvertrags können weite-re Lehrstühle Zusatzverträge über Kooperationen abschließen. Verschiedene Erlanger Lehrstühle pflegen bereits Kontakte und Austausch mit der SU Wladimir.

Neben der Unterzeichnung der genannten Zusatzvereinbarung stehen Gespräche zur Kooperationsplanung und zwei Fachvorträge aus dem Themenbereich der Bildverarbeitung auf dem Programm von Dekanin Sushkova. Außer den einladenden Institutionen besucht sie die FAU-Lehrstühle für graphische Datenverarbeitung (Prof. Günther Greiner), für Rechnergestützten Schaltungsentwurf, (Prof. Wolfram Glauert), und für Physikalisch-Medizinische Technik (Prof. Max Schaldach).
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