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Computer-Training für benachteiligte Jugendliche

12.01.2001 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Computerkenntnisse werden immer wichtiger für einen erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben, selbst da, wo bislang auch gering Qualifizierte einen Arbeitsplatz fanden. Brücken über die gesellschaftliche Kluft zwischen Computer-Nutzern und Computer-Analphabeten zu bauen, ist das Ziel eines Projekts am Psychologischen Institut der Universität Bonn. Sozial benachteiligte Jugendliche erhalten hier Grundkenntnisse im Umgang mit dem Computer und damit bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Gestern haben die Wissenschaftler ihr Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt.

"Computerkenntnisse werden inzwischen als vierte Kulturtechnik bezeichnet", sagt Professor Alexander Grob. Sein von der Züricher Jacobs-Stiftung gefördertes Projekt zielt auf sozial benachteiligte Jugendliche, die ansonsten keinen Zugang zu neuen Informationstechnologien haben.

Das freiwillige ausserschulische Ausbildungsprogramm gliedert sich in drei Stufen: Auf Stufe 1 erwerben die Jugendlichen grundlegende Computerkenntnisse. Jeder Teilnehmer wird durch einen eigenen Trainer betreut, um optimal auf die Unterschiede in den Vorkenntnisse und im Lerntempo eingehen zu können. Auf Stufe 2 unterrichten die Jugendlichen andere benachteiligte Jugendliche. So werden zusätzlich zu den Computerkenntnissen soziale Kompetenz, Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein gefördert. Nachdem ein Trainer drei Jugendliche erfolgreich ausgebildet hat, kann er in Stufe 3 zum "PC-Consultant" aufsteigen, dessen Aufgabe die Beratung der Trainer ist.

Auf jeder Stufe erhalten die Jugendlichen bei Erfolg einen Legitimationsausweis. Trainer und Consultanten werden - wie im wirklichen Leben - zeit- und erfolgsorientiert entlohnt. Schliesslich unterstützt die Projektleitung auf Stufe 3 erfolgreiche Jugendliche bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.


Ansprechpartner: Prof. Dr. Alexander Grob, Psychologisches Institut, Telefon: 0228/73-4269, Telefax: 0228/73-4309, E-Mail: grob@uni-bonn.de
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