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Schnittstelle landwirtschaftlicher u. ökologischer Forschung

17.01.2001 - (idw) Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Am 16. Januar wurden die Baumaßnahmen auf dem Lindhof, einem landwirtschaftlichen Versuchsgut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, abgeschlossen. Notwendig geworden durch die Umstellung des Gutes auf ökologische Produktionsverfahren, flossen etwa 1 Mio. DM in die Umbauarbeiten, die 1998 begannen.

Neben einem Laborgebäude, in dem sich die Proben für die Untersuchung in der Universität vorbereiten lassen, wurden eine Getreidetrocknungs- und -lagerhalle geschaffen, eine Kartoffel- und Maschinenhalle neu errichtet und der Rinderstall gemäß neuer ökologischer Richtlinien umgebaut. Die Investitionsmittel kamen zu 2/3 vom Land, zu 1/3 aus der Universität.

Der "neue" Lindhof fungiert mit seinen 130 Hektar als Modellversuchsbetrieb für ökologischen Landbau und extensive Landnutzungssysteme und wird von Dr. Friedhelm Taube, Professor für Grünland und Futterbau und verantwortlich für das Fachgebiet ökologischer Landbau, geleitet. Die Umstellung auf ökologisches Wirtschaften ist zum Ende diesen Jahres abgeschlossen, der Betrieb widmet sich schwerpunktmäßig den Fragen der Pflanzenproduktion und Fruchtfolgegestaltung sowie der Mutterkuhhaltung und Rindermast (Rasse "Limousin"). Daneben werden neue Formen der Direktvermarktung (Internet-Hofladen, online-shopping) unter wissenschaftlicher Begleitung erprobt.

Im Jahr 1997 ins Leben gerufen, hat der Forschungsschwerpunkt "Ökologischer Landbau und extensive Landnutzungssysteme" zum Ziel, das ökologische Produktionssystem im Hinblick auf Leistung und ökologische Effekte zu analysieren und zu optimieren - interessant dabei der Vergleich zu den beiden anderen, konventionell ausgerichteten Versuchsgütern der Christian-Albrechts-Universität.

Darüber hinaus unterstützt der Lindhof die intensive Vernetzung interdisziplinärer Forschungsprojekte. Pflanzenbaulichen Fragestellungen werden beispielsweise Hand in Hand mit der Bodenkunde, der Wasserwirtschaft und der Landtechnik bearbeitet. So versteht sich das Versuchsgut als "zentrale Schnittstelle der landwirtschaftlichen und ökologischen Forschung" (Prof. Taube) und pflegt intensive Kooperationen mit Forschungseinrichtungen im europäischen Ausland, mit dem Ökologiezentrum der Universität, mit der Fachhochschule Kiel, dem Landesamt für Natur und Umwelt sowie den einschlägigen Verbänden und Beratungseinrichtungen im Land.
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