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Jugend und Rechtsextremismus - Seminarausstellung von Pädagogik- und Religionspädagogikstudenten

17.01.2001 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Seit nunmehr zehn Jahren ist der Rechtsextremismus ein Problem im wiedervereinigten Deutschland, das viele junge Menschen betrifft. Trotz vielfältiger Appelle, Lichterketten und Demonstrationen ist an dieser Tatsache nichts zu ändern gewesen. Vielleicht wird dieses Phänomen aber auch nicht klar genug erkannt - nämlich als ein Problem mit vielen Facetten und Gesichtern, denen sich jeder stellen muß?

Aus diesen Gründen wurde in diesem Wintersemester an der Universität in Greifswald unter der Leitung von Prof. Dr. Jörg Ohlemacher und Privatdozent Dr. Wilfried Schubarth ein Seminar zu "Jugend und Rechtsextremismus" angeboten. Es ist interdisziplinär angelegt und wurde von Studenten der Fächer Erziehungswissenschaft und Religionspädagogik angenommen. Diese stellen jetzt bald ihre Seminarergebnisse in einer vierwöchigen Ausstellung in der Stadtbibliothek Greifswald in der Knopfstraße vor - Eröffnung am 23. Januar um 19:00 Uhr.

Sechs Feldern haben sich die Ausstellungsmacher gewidmet. So informieren sie auf Stellwänden über individuelle Besonderheiten in der Biographie und über bestimmte Sozialisationserfahrungen junger Rechter heute. Ein anderer Ansatz zur Frage des Ursprunges wird durch den geschichtlichen Hintergrund geboten; hier findet sich ein Beweis für die Absurdität der Auschwitz-Lüge. Auf die Gegenwart bezogen informieren die "Seminaristen" über die Positionen der Kirchen zum Rechtsextremismus. Einige andere Beispiele zeigen, welche Möglichkeiten es in der Jugendarbeit gibt, jungen Menschen eine Alternative zu Gewalt und dem Gefühl der Sinnlosigkeit zu bieten: zu den Alternativen gehört auch ein Nachdenken über das eigene Menschenbild. Einen Anstoß dazu will die Ausstellung ebenfalls bieten. Ein Teil von "Jugend und Rechtsextremismus" wird aber auch die z.T. widersprüchliche Rolle der "Medien" bei der Berichterstattung beleuchten.

Die Ausstellung will so einen genaueren Blick auf die Realität durch das Beleuchten des Themenkomplexes "Jugend und Rechtsextremismus" ermöglichen. Dieses Problem geht uns alle an. Deshalb, so sagen die Greifswalder Studentinnen und Studenten: "Laßt uns ein Zeichen gegen den Rechtsextremismus setzen!"

Herzliche Einladung!
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