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Studentische Forschungsergebnisse überzeugten sogar renommierte Fachzeitschrift

18.01.2001 - (idw) Universität Rostock

Grieche erhielt Preis für den besten ausländischen Studierenden

"Ich habe keinen Tag bereut, dass ich hier geblieben bin." Ioannis Mylonas lebt seit 1994 in Rostock. Seit dem 1. Januar arbeitet der Grieche nach dem erfolgreichen Abschluss seines Medizinstudiums in der Hansestadt als Arzt im Praktikum an der Universitäts-Frauenklinik.

Im Dezember war Ioannis Mylonas noch als Student an der Uni eingeschrieben und erhielt den Preis des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes für den besten ausländischen Studierenden. "Ich war sehr überrascht und fühle mich sehr geehrt. Andere hätten den Preis bestimmt eher verdient, weil sie viel größere Probleme meistern müssen als ich", äußert er bescheiden. Pech hatte er bei der Preisverleihung: "Ich musste nach Griechenland, um Wehrpflichtsangelegenheiten zu regeln."
Aufgewachsen ist der Arzt zweisprachig. In Süddeutschland geboren, zog er als Zwölfjähriger mit seinen Eltern nach Athen und machte dort sein Abitur. "Die Zentrale Vermittlungsstelle in Dortmund schickte mich zum Studium nach Rostock. Hätte ich die Wahl gehabt, wären Unis mit Weltruf wie Heidelberg oder Tübingen mein Ziel gewesen", gibt er zu. Rostock stand als Studienort nicht auf seiner Wunschliste, im Gegenteil. "Zwei Jahre nach den Ereignissen in Lichtenhagen war die Assoziation 'Rostock gleich Ausländerfeindlichkeit' einfach da", erinnert sich der frischgebackene Arzt.
Nach der vorklinischen Ausbildung haben viele seiner Kommilitonen aus Afrika und Asien die Universität gewechselt - Ioannis Mylonas blieb. "Mich lockten die kleinen Studentengruppen in den Seminaren, die eine sehr intensive Ausbildung ermöglichten. Außerdem kann man hier bei den meisten Professoren noch einfach an die Tür klopfen und muss nicht drei Monate auf einen Termin warten", begründet er seine Entscheidung.
"Ich will in die Frauenheilkunde", stand für den Griechen schon vor Studienbeginn fest. Bei Prof. Klaus Friese, Direktor der Uni-Frauenklinik, habe er beste Bedingungen für eigene Forschungen gefunden. "Herr Mylonas hat als Student beachtliche Ergebnisse erzielt, hielt darüber Vorträge auf internationalen Kongressen und publizierte in einer renommierten Fachzeitschrift. Das ist absolut ungewöhnlich", schätzt Prof. Friese die Leistungen seines Klinikmitarbeiters. "Ich war an meinem ersten Tag als Arzt im Praktikum mächtig aufgeregt", gesteht der 26-Jährige knapp drei Wochen nach seinem Debüt als Arzt.
Neben den herausragenden Studienleistungen stehen vielfältige ehrenamtliche Aktivitäten des Preisträgers: Er war Mitglied in Konzil und Senat der Universität, im StudentInnenrat aktiv, arbeitete in den studentischen Zeitschriften "Heuler" und "Epidaurus" mit. Wenig Zeit blieb für die Hobbys, Lesen und Schwimmen. Und die einst geliebte Gitarre steht schon seit Jahren in der Ecke.

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