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Thomas Herrmann widmet sich der Immungenetik

07.02.2001 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Seit Beginn des Jahres 2001 ist Dr. Thomas Herrmann C3-Professor für Immungenetik am Institut für Virologie und Immunbiologie der Universität Würzburg. Er tritt die Nachfolge von Christoph Jungwirth an.


Thomas Herrmann Thomas Herrmann wurde 1959 in Gifhorn (Niedersachsen) geboren und studierte ab 1977 Biologie in Göttingen und Berlin. 1989 ging er für drei Jahre als Postdoktorand ans Ludwig-Krebsforschungsinstitut in Lausanne (Schweiz), wo er seine bereits während der Promotion begonnene Arbeit mit T-Lymphozyten fortsetzte. Lymphozyten sind spezialisierte Blutzellen, die bei der Immunabwehr eine wichtige Rolle spielen.

In Lausanne begann Thomas Herrmann, sich mit denjenigen Rezeptoren von T-Lymphozyten zu beschäftigen, die für die Erkennung fremder Strukturen (Antigene) und damit für die Aktivierung der Lymphozyten zuständig sind. Dabei widmete er sich besonders den "Superantigenen": Diese Gruppe mikrobieller Produkte bindet an unterschiedlichste Rezeptoren und aktiviert gleichzeitig viele verschiedene Typen von T-Lymphozyten. Dadurch werden Krankheiten ausgelöst wie das Toxische Schock-Syndrom, möglicherweise auch Autoimmunerkrankungen.

Seit 1992 ist Thomas Herrmann am Würzburger Institut für Virologie und Immunbiologie beschäftigt. Hier habilitierte er sich 1996 im Fach Immunologie. Seine Arbeitsgruppe analysiert, wie T-Lymphozyten mit Hilfe ihrer Rezeptoren Antigene erkennen. Dabei nutzen die Forscher natürlich vorkommende Unterschiede in den Rezeptorgenen; sie stellen aber auch selbst neue Varianten her. Diese Themen werden unter anderem in Kooperation mit der Neurologischen Klinik und der Medizinischen Poliklinik der Universität untersucht.

Klinische Bedeutung könnte auch ein Krankheitsmodell erlangen, das Herrmanns Gruppe derzeit entwickelt: Im Mittelpunkt steht die Infektion mit Toxoplasma gondii während der Schwangerschaft. Vor allem soll analysiert werden, wie in der Gebärmutter Toleranz und Immunität gegen diesen Parasiten in Gang gesetzt werden. Darüber hinaus versucht die Gruppe, neue genetische Techniken zur Verbesserung des Modellorganismus Ratte zu entwickeln.

In der Lehre widmet sich Thomas Herrmann der immunologischen Ausbildung von Medizin- und Biologiestudierenden. Er ist am Europäischen Graduiertenkolleg "Gene Regulation of Microbial Pathogens" der Universitäten Würzburg und Umeå (Schweden) sowie am MD/PhD-Programm der Universität Valle/Cali (Kolumbien) beteiligt.

Kontakt: Prof. Dr. Thomas Herrmann, T (0931) 201-3955, Fax (0931) 201-2243, E-Mail:
herrmann-t@vim.uni-wuerzburg.de
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