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Klimageschichte Mitteleuropas

07.02.2001 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Der Orkan "Wiebke" 1990, das Oder-Hochwasser von 1997, der Sturm "Lothar" im Jahr 1999 - all diese Unwetter und Katastrofen, dazu noch Treibhauseffekt und Ozonloch, haben die Öffentlichkeit aufhorchen lassen: Haben wir es mit einer Klimaveränderung zu tun, die durch den Menschen verschuldet ist? Oder gab es eine Häufung solch extremer Vorkommnisse auch in der Vergangenheit?

Offenbar ja, denn: "Die Veränderlichkeit ist und war ein Wesensmerkmal des mitteleuropäischen Klimas. In den letzten 1.000 Jahren gibt es keinen als 'normal' zu bezeichnenden Zeitabschnitt, in dem nicht auch die unterschiedlichsten Extreme aufgetreten wären." Dieses Resümee zieht der Würzburger Geograf und Klimaforscher Rüdiger Glaser in seinem neuen Buch "Klimageschichte Mitteleuropas".

Der Autor präsentiert darin - erstmals für Mitteleuropa - eine 1.000 Jahre umfassende Klimadarstellung, die auf der Auswertung unterschiedlichster Archive und Quellen gründet. Vor allem geht er auf Extreme wie Dürren, Stürme, Hochwasser und Kälte ein. Das mit vielen Abbildungen versehene Buch veranschaulicht, welche nachhaltigen Veränderungen das Klima in Mitteleuropa in den vergangenen Jahrhunderten geprägt haben, wie sie sich auf die Gesellschaft auswirkten und bis zu welchem Grad der Mensch in jüngerer Zeit Einfluss genommen hat.

Glaser beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit Fragen zur Klimageschichte.

Rüdiger Glaser: "Klimageschichte Mitteleuropas.
1000 Jahre Wetter, Klima, Katastrophen",
Primus Verlag, Darmstadt 2001, 227 Seiten, 78 Mark, ISBN 3-89678-405-6.
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