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Innovationen und ihre Kontextualisierung in den Islamischen Gesellschaften Afrikas

08.02.2001 - (idw) Universität Bayreuth

Prozesse der Globalisierung zeichnen sich unter anderem durch Prozesse der Entgrenzung, Verdichtung von Räumen, die weltweit zunehmende ökonomische Vernetzung und die Beschleunigung von Kommunikationen aus. Diese Prozesse der Globalisierung werden von Innovationsschüben begleitet, die einander immer schneller folgen. Ein Workshop an der Universität Bayreuth am 9. und 10. Februar soll aus der Perspektive mehrerer wissenschaftlicher Fachrichtungen einige der Fragen diskutieren, die sich bei der Kontextualisierung von Innovationen stellen.

Workshop am 9.-10. Februar
Innovationen und ihre Kontextualisierung in den Islamischen Gesellschaften Afrikas
Bayreuth (UBT). Prozesse der Globalisierung zeichnen sich unter anderem durch Prozesse der Entgrenzung, Verdichtung von Räumen, die weltweit zunehmende ökonomische Vernetzung und die Beschleunigung von Kommunikationen aus. Diese Prozesse der Globalisierung werden von Innovationsschüben begleitet, die einander immer schneller folgen.
Die Aneignung von Neuem und die Kontextualisierung von Innovationen in lokalen Lebenswelten erfolgt dabei in höchst unterschiedlichen Formen. Oft verbreiten sich "neue Dinge" und Ideen, ohne dabei größere Aufmerksamkeit zu erregen. In anderen Fällen lösen Innovationen heftigen Widerstand aus und werden in islamischen Gesellschaften häufig als "unislamische Neuerungen" kritisiert. Verbreitung und Akzeptanz von Innovationen und die Art und Weise ihrer Aneignung und Kontextualisierung sind dabei stets mit gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen verbunden. In neuen Kleidungs- und Musikmoden vermögen sich so Auseinandersetzungen zwischen den Generationen äußern, deren technische Neuigkeiten zu Disputen zwischen "Traditionalisten" und "Modernisierung" führen können.

Ein Workshop an der Universität Bayreuth am 9. und 10. Februar soll aus der Perspektive mehrerer wissenschaftlicher Fachrichtungen einige der Fragen diskutieren, die sich bei der Kontextualisierung von Innovationen stellen: In welcher Form erfolgt Kontextualisierung von Innovationen; wie gehen die Menschen mit Innovationen um; wann werden Innovationen in islamischen Gesellschaften zu "unislamischen Neuerungen"; welche gesellschaftlichen Prozesse unterstützen oder erschweren die Kontextualisierung von Innovationen; welche gesellschaftlichen Akteure unterstützen die Aneignung von Neuem und Fremdem; welche Rolle spielen gesellschaftliche Vermittler in solchen Prozessen; in welcher Art und Weise beziehen sich diese Vermittler auf eine "great tradition" etwa den "Islam"; mit welchen Argumenten werden Neuerungen legitimiert oder abgelehnt?

Insgesamt stehen 15 Vorträge mit den Zwischenüberschriften "Ethnologische, Religions- und Islamwissenschaftliche Perspektiven", "Modernisierungsprozesse und gesellschaftliche Reaktionen", "Innovationen und Institutionen" sowie "Innovationen und Ritual" auf dem Programm. Der Workshop findet im Rahmen des Bayreuther Kulturwissenschaftlichen Forschungskollegs "Lokales Handeln in Afrika im Kontext globaler Einflüsse", des Islamwissenschaftlichen Kolloquiums des Instituts für Islamwissenschaften und des "Institute of Development Studies der Universität Helsinki" statt.
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