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Start des Landesprojekts "Interaktive Digitale Entwicklungs- und Ausbildungsplattform IDEA"

08.02.2001 - (idw) Fraunhofer-Gesellschaft

Das Fraunhofer-Institut Fabrikbetrieb und Automatisierung IFF in Magdeburg und die Institute für Elektronik, Signalverarbeitung und Kommunikationstechnik, Simulation und Graphik sowie Förder- und Baumaschinentechnik, Stahlbau und Logistik der Otto-von-Guericke-Universität wollen im Verbund neue Wege bei der Entwicklung von innovativen Lehr- und Trainingsformen gehen. Im Mittelpunkt dieses vom Kultusministerium des Landes geförderten Forschungsprojektes stehen erstmals vernetzte Ausbildungsplattformen, die Computervisualistik, Logistik, Konstruktionstechnik, Informationstechnologie und Automatisierung, wie z.B. die Bildaufnahme von vielfältigen technischen Prozessen, verbinden.

Fraunhofer-Institutsleiter Prof. Michael Schenk, der dieses Vorhaben leitet, erinnerte in diesem Zusammenhang an die goldrichtige Aussage der IT-Konferenz vom 11. Januar: "Die Entwicklung und Verbreitung elektronischer Medien stellen nicht nur neue Anforderungen an das Bildungswesen, sondern ermöglichen ihm auch selbst höhere Effektivität und vor allem bessere Qualität. Mit diesem in Sachsen-Anhalt gestarteten Projekt werden zum einen Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes ausgelöst und zum anderen in der Ausbildung insgesamt effektivere Entwicklungspfade geschaffen."

Zukunftsbestimmende Lehrmethoden stehen im Landesprojekt oben an, so das Novum für den universitären Bereich: Erstmals werden gemeinsame Inhalte in den genannten Lehrgebieten an der Uni Magdeburg gebildet. Das Wissenschaftler- team um Prof. Bernd Michaelis vom Institut IESK der Universität verfügt über umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiete der 3 D- Digitalisierung. Michaelis unterstrich den Vorteil dieser Anwendung: "Mit Hilfe dieser neu entwickelten Methode werden z. B. natürliche Objekte abgetastet und können dadurch als Modell in die Simulation der virtuellen Realität integriert werden."

Die Initiatoren sehen hier einen besonderen Schritt in Richtung virtueller Entwicklungen und Trainingszentren, in denen die Forscher und Anwender ineinander übergreifende virtuelleTrainingssysteme entwickeln. So ist es ab heute möglich, dass angehende Logistiker, Elektroniker und Konstrukteure via Rechner und Bildschirm komplexe technische Prozesse unter Anwendung modernster Technologien und Verfahren simulieren und zur Praxisanwendung reif machen können. Studenten und Forscher sind mit diesem im Land Sachsen-Anhalt neu entstehenden Virtuellen Entwicklungs- und Trainingscentrum (VDTC) in der Lage, eine Vielfalt an Konstruktions- und Automatisierungsmöglichkeiten unter High Tech- Bedingungen anzuwenden . Damit fallen die bisher angewandten kostenintensiven Modellprozesse weg.

Mit der speziellen Entwicklung und Bereitstellung innovativer Lehr- und Trainingsformen, die durch diese Vernetzung von 3D- Digitalisierung, Virtual Reality, interaktiver Visualisierung und Simulation von technischen Abläufen nun möglich sind, erhält nicht nur die Universitätsausbildung von Studenten einen neuen Standard. Auch begleitende Qualifizierungsmöglichkeiten für Unternehmen können hiermit bereitgestellt werden.

Dr. Kurt Eichler, Staatssekretär im Kultusministerium, sieht in dieser wissenschaftlichen Allianz zukunftsbestimmende Inhalte, die, wenn sie entwickelt und getestet sind, auf andere Anwendungsgebiete übertragbar sind.
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