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Verdienste um die deutsch-japanische Zusammenarbeit

09.02.2001 - (idw) Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) vergibt in diesem Jahr zum dritten Mal die mit je 20.000 Mark dotierten Eugen und Ilse Seibold-Preise zur Förderung der Wissenschaft und zur Verständigung zwischen Deutschland und Japan. Ausgezeichnet werden dem Stifterwillen entsprechend alle zwei Jahre jeweils eine Wissenschaftlerin oder ein Wissenschaftler aus beiden Ländern. Die deutsche Preisträgerin, Professor Dr. Irmela Hijiya-Kirschnereit, ist seit 1996 Direktorin des deutschen Instituts für Japanstudien in Tokyo. Professor Ken'ichi Mishima als japanischer Preisträger lehrt Philosophie und vergleichende Kulturwissenschaft an der Universität Osaka.

Die Japanologin Irmela Hijiya-Kirschnereit, Jahrgang 1948, habilitierte sich 1980 an der Fakultät für Ostasienwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Sie lehrte an den Universitäten von Bochum, Tokyo und Trier, bis sie 1991 eine Professur für Japanologie an der Freien Universität Berlin antrat. Hijiya-Kirschnereit erhielt 1992 den Gottfried Wilhelm-Leibniz-Preis der DFG und war 1993 Gründungsmitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Von 1994 bis 1997 war sie Präsidentin der European Association for Japanese Studies.

Professor Ken'ichi Mishima, Jahrgang 1942, studierte Philosophie, Germanistik und vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Tokyo. Mishima verbrachte zwischen 1970 und 1980 einige Jahre als Stipendiat des DAAD und der Alexander von Humboldt-Stiftung in Deutschland. Er verfasste mehrere Bücher über Nietzsche; 1987 wurde er für seine besonderen Verdienste um die Verständigung zwischen Japan und Deutschland mit dem Philipp-Franz-von-Siebold-Preis ausgezeichnet.

Der Meeresgeologe und ehemalige Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Professor Dr. Eugen Seibold, wurde 1994 gemeinsam mit dem amerikanischen Umweltschützer Lester Brown von der japanischen Asahi Glas-Stiftung mit dem "Blue Planet Prize", dem weltweit höchstdotierten Umweltpreis, ausgezeichnet. Von dem Preisgeld haben Eugen Seibold und seine Frau Dr. Ilse Seibold der Deutschen Forschungsgemeinschaft den Grundstock zur Begründung eines Fonds gestiftet.
Die Verleihung findet am 23. April 2001 um 17.00 Uhr im Deutschen Museum in Bonn statt.
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