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Flößer stehen für "Rheinfloß 2001" in den Startlöchern

05.06.2001 - (idw) Deutsches Schiffahrtsmuseum

Projekt "Europa im Fluss" startet am 23. Juni - Deutscher Flößertag befasste sich mit 500 Jahren Flößerei und Waldgewerbe - Vereinsvorsitz bleibt am Deutschen Schiffahrtsmuseum

Info Nr. 10/01 vom 05.06.2001

Flößer stehen für "Rheinfloß 2001" in den Startlöchern

Projekt "Europa im Fluss" startet am 23. Juni - Deutscher Flößertag befasste sich mit 500 Jahren Flößerei und Waldgewerbe - Vereinsvorsitz bleibt am Deutschen Schiffahrtsmuseum

Auf einer riesigen schwimmenden Bühne, einem aus 2001 im Jahr 1999 vom Orkan "Lothar" entwurzelten Baumstämmen zusammengesetzten und 160 Meter langen "Rheinfloß 2001", wird vom 23. Juni an der Prozess des Zusammenwachsens der europäischen Staaten in Form einer Begegnung von Künstlern aus allen Teilen des Kontinents dargestellt. In 50 Tagen schwimmt das Floß vom Sitz des Europarats - Schirmherr des Projekts "Europa im Fluss" - in Straßburg auf dem Rhein abwärts nach Rotterdam. In der Europäischen Kulturhauptstadt 2001 wird die Bühne in einen Kunst-Wald verwandelt werden, und es entsteht ein riesiges Monument, der erste Sternplatz Europas.

Das Fahrzeug - zugleich Transportmittel und Transportgut -, das in der ersten Lage von Mitgliedern der Deutschen Flößerei-Vereinigung nach historischem Vorbild gebaut wurde, ist ein wiederbelebtes Zeugnis eines lebenswichtigen Wirtschaftszweiges. Mit seinem Bau wird nicht nur die Tradition eines uralten Handwerks, der Flößerei, gepflegt. Das Floß symbolisiert daneben eine in früheren Zeiten gängige Transporttechnik und die rasante wirtschaftliche Entwicklung im Verlauf der letzten beiden Jahrhunderte.

Die Begutachtung des Baufortschritts des "Rheinfloßes 2001" war einer der Programmpunkte des 14. Deutschen Flößertages, zu dem rund 100 Mitglieder der Deutschen Flößerei-Vereinigung aus ganz Deutschland von der Oder bis zum Rhein vom 24. bis zum 27. Mai in Gaggenau-Hörden im Murgtal zusammenkamen. Wie der sechs Jahre zurückliegende Flößertag in der benachbarten Stadt Gernsbach, sah sich auch das diesjährige Treffen in Hörden der Tradition des einstmals so wichtigen Wirtschaftszweiges verpflichtet, denn der kleine Ort im Schwarzwald kann auf 500 Jahre Flößerei und Waldgewerbe zurückblicken. Neben der Orts- und Flößereigeschichte befasste sich der 14. Deutsche Flößertag auch mit der gegenwärtigen Waldwirtschaft, die immer noch - insbesondere im Schwarzwald - mit den Folgen des Orkans "Lothar" zu kämpfen hat, der am 2. Weihnachtstag 1999 schwere Verwüstungen anrichtete.

Die Bedeutung der Deutschen Flößerei-Vereinigung für die Erforschung des Flößerei- und Waldgewerbes sowie die Traditionspflege unterstreicht das Mitteilungsblatt des Vereins, das in seinem 8. Jahrgang pünktlich zum Flößertag erschienen ist und u.a. einen Überblick über das Flößereigeschehen in Deutschland gibt. Angesichts der zunehmenden Aufmerksamkeit, die die Flößerei und die Arbeit der Flößerei-Vereinigung finden, hat auch das Mitteilungsblatt seit den Anfängen erheblich an Umfang zugelegt. In den diesjährigen Wahlen wurde bestätigt, dass der Vorsitz des wichtigen Vereins am Deutschen Schiffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven verbleibt, wodurch das DSM in Verbindung mit den regionalen Museen, Vereinen und Vereinigungen weiterhin der zentrale Ansprechpartner für die Flößerei in Deutschland ist.

Weitere Informationen zum "Rheinfloß 2001", seiner Fahrtroute und zum künstlerischen Programm finden Sie im Internet unter der Adresse www.europa-im-fluss.de.
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