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Ein hochkomplexes System aus Waffen- und Betriebstechnik

05.06.2001 - (idw) Deutsches Schiffahrtsmuseum

Versenkung des Schlachtschiffes "Bismarck" vor 60 Jahren - Deutsches Schiffahrtsmuseum legt voluminöse Mappe mit Planzeichnungen des einstigen Stolzes der deutschen Kriegsmarine vor

Info Nr. 11/01 vom 05.06.2001

Ein hochkomplexes System aus Waffen- und Betriebstechnik

Versenkung des Schlachtschiffes "Bismarck" vor 60 Jahren - Deutsches Schiffahrtsmuseum legt voluminöse Mappe mit Planzeichnungen des einstigen Stolzes der deutschen Kriegsmarine vor

Am 27. Mai jährte sich der Untergang des Schlachtschiffes "Bismarck", bei dem 1.977 Seeleute ihr Leben verloren, zum 60. Mal. Anlass genug für das Deutsche Schiffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven, abseits der gängigen Betrachtungsweise des Schiffes als Kampfinstrument und Ausdruck nationaler Machtrepräsentation einmal einen ganz anderen Blick auf das legendäre Prestigeobjekt der deutschen Kriegsmarine zu werfen und die Komplexität dieser ingenieurtechnischen Spitzenleistung zu veranschaulichen. Auf 14 aufklappbaren großformatigen Plänen, die von der Werft Blohm & Voß bereitgestellt wurden und die Decks- und Raumaufteilung der "Bismarck" im Sommer 1940 im Maßstab 1:200 zeigen, wird deutlich, um was für ein kompliziertes System es sich bei dem Schiff gehandelt hat, dessen Bau-, Ausrüstungs- und Erprobungszeit beinahe fünf Jahre betrug, die operative Einsatzzeit bis zur Versenkung durch überlegene britische Einheiten am 27. Mai 1941 hingegen nur ganze neun Tage.

Ein Schiff, zumal ein Schlachtschiff als weitgehend allein operierendes Kampfmittel, ist sowohl technisch wie auch betrieblich ein hochkomplexes Ganzes. Bei einem "Spezialschiff" wie der "Bismarck" war nicht nur für die verschiedenen Bereiche des Schiffsbetriebes - Maschine, Navigation, Kommunikation, Seemannschaft, Leben und Arbeiten der Besatzung - Vorsorge zu treffen, sondern auch für die Erfordernisse seines Daseinszwecks, der Bekämpfung schwer bewaffneter Gegner ohne Verlust der eigenen Aktionsfähigkeit. Dies bedeutete, dass offensive wie defensive Waffensysteme, Einrichtungen der Aufklärung bzw. der Fernkommunikation und Panzerschutz so auf den Schiffsbetrieb abgestimmt werden mußten, dass sie diesen nicht einschränkten. Ihrerseits durften sie von diesem nicht in ihrer Wirksamkeit beeinträchtigt werden. Anhand der Planzeichnungen wird diese überaus komplizierte Verzahnung von Waffen- und Betriebstechnik in den einzelnen Abteilungen der verschiedenen Decksebenen sichtbar.

Die Pläne werden ergänzt durch eine ebenfalls großformatige Seitenansicht eines Modellbauplans der "Bismarck" sowie eine Begleitschrift, die mit Texten von Reinhard Hoheisel-Huxmann eine kurze Einführung in die Materie liefert und die Komplexität des Schiffes anhand von seltenem Fotomaterial nochmals unterstreicht. Der technikinteressierte Leser wird darüber hinaus natürlich auch über die wichtigsten Rahmendaten des kurzlebigen Stolzes der deutschen Kriegsmarine informiert.

Die voluminöse Planmappe "Schlachtschiff BISMARCK" ist zum Preis von DM 49,50 im Museumsshop erhältlich.
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