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Kulturelle Inszenierung von künstlerischer Produktivität

05.06.2001 - (idw) Universität Bayreuth

Seit kurzem ist am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Prof. Dr. Christian Begemann) ein von der DFG gefördertes Forschungsprojekt angelaufen, das den Titel "Zeugung und Geburt von Kunst - Die kulturelle Inszenierung von künstlerischer Produktivität seit dem 18. Jahrhundert" trägt.

DFG-Projekt:
Zeugung und Geburt von Kunst - Die kulturelle Inszenierung
von künstlerischer Produktivität seit dem 18. Jahrhundert

Bayreuth (UBT). Seit kurzem ist am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Prof. Dr. Christian Begemann) ein von der DFG gefördertes Forschungsprojekt angelaufen, das den Titel "Zeugung und Geburt von Kunst - Die kulturelle Inszenierung von künstlerischer Produktivität seit dem 18. Jahrhundert" trägt.

Zu den Kernbeständen der europäischen Kulturgeschichte gehört die Vorstellung, dass die Entstehung kultureller Leistungen in Analogie zur natürlichen Prokreation erfolge. Begriffe wie Zeugung, Empfängnis und 'Konzeption', Schwangerschaft und Geburt, Genealogie, Vaterschaft und Mutterschaft stecken ein Feld ab, auf dem Theorien der künstlerischen und intellektuellen Produktivität entworfen werden und das Verhältnis von Natur und Kultur zur Debatte steht. Aus dieser grundsätzlichen Dimension erklärt sich die Omnipräsenz dieses zentralen kulturanthropologischen Themas von der Antike bis in die Gegenwart.

An seiner historischen Konturierung sind Volkswissen, genealogische Codes und Wissenschaften, darunter besonders die Biologie, aber auch und vor allem Literatur, Poetik und Philosophie beteiligt.

Das Projekt soll in einem interdisziplinären Zugriff, der Literatur-, Wissenschafts- und Kulturgeschichte verbindet, wichtige Etappen und Funktionen dieses Metaphorisierungsprozesses von kultureller Arbeit in der Neuzeit verfolgen. Als hauptsächliche Untersuchungszeiträume sind die Zeitenwenden um 1800, um 1900 und um 2000 vorgesehen.

Eine vom Projektleiter zusammen mit David E. Wellbery (Johns Hopkins University, Baltimore) organisierte Tagung, die von der Fritz Thyssen Stiftung gefördert wurde und vom 4. bis 7.4.2000 in den Räumen der Carl Friedrich von Siemens Stiftung in München stattfand, stand bereits im Vorfeld des Projekts. Der Sammelband mit den Tagungsbeiträgen erscheint im Herbst 2001 in der Reihe Litterae des Rombach Verlags in Freiburg.
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