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Die Besten in der Lehre

06.06.2001 - (idw) Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)

Die 1822-Stiftung der Frankfurter Sparkasse stiftet den '1822-Universitätspreis für exzellente Lehre an der Goethe-Universität' / Preissumme: 15.000 Euro

FRANKFURT. Eine neue Kooperation zwischen der Goethe-Universität und der 1822-Stiftung wurde heute feierlich vereinbart: Über die Vergabe des jährlich ausgeschriebenen
und mit 15.000 EUR dotierten '1822-Universitätspreis für exzellente Lehre an der Goethe-Universität', der bereits in diesem Jahr erstmals verliehen werden soll. Eine Besonderheit: der oder die Gewinner/in wird durch die Studierenden bestimmt.

Die Stiftung habe es sich neben der Förderung von Kunst und Kultur auch zur Aufgabe gemacht, Bildung,
Forschung und Wissenschaft nachhaltig zu fördern, so der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Sparkasse 1822, Klaus Wächter, anlässlich der Unterzeichnung der Kooperations- vereinbarung. Wie die aktuelle bildungspolitische Diskussion zeige, könne von einer befürchteten 'Akademikerschwemme' keine Rede sein - gut ausgebildete Fachkräfte, auch und gerade aus den Universitäten, würden gebraucht - ganz gleich, ob in der wissenschaftlichen Laufbahn oder im Wirtschaftsleben. Angesichts der demografischen Entwicklung sei in Zukunft also noch stärker auf beste Bildungschancen für die Jugend zu achten. Dafür gelte es, neben dem Schulsystem auch intensiver das Lehrangebot in den Universitäten fortzuentwickeln und zu unterstützen.

Zugleich wolle die 1822-Stiftung, so Wächter, mit dem Preis auch auf die guten Lehrangebote und die hohe Qualität der Lehre an der Goethe-Universität nach außen hinweisen. Ziel sei es, auch in Zukunft leistungsstarke und hochmotivierte
Studierende nach Frankfurt zu holen, die hier ihre Ausbildung absolvierten und eventuell auch später hier lebten und arbeiteten.

Präsident Prof. Rudolf Steinberg zeigte sich über die Würdigung der Lehrqualität in dieser Form besonders erfreut. Man müsse diesem Feld noch stärkere Beachtung schenken, wobei die Lehre immer eines der Schlüsselkriterien für die Qualität einer Universität gewesen sei.

Im Zuge der anstehenden grundlegenden Reformen sei die Stiftung dieses Preises das richtige Signal, um der Lehre den ihr gebührenden Stellenwert zu verschaffen. "Ich finde den Vergabemodus gut", so Steinberg, "weil er einen sehr direkten Blick auf die Einschätzung der Lehre durch die Studierenden ermöglicht. Ich bin deshalb gespannt auf die Wahl der Studierenden." Aber auch für die Lehrenden sei der Preis Motivation, um noch besser zu werden.

Dies unterstrich Klaus Wächter: "Gerade die Lehre ist für die Vielzahl der Studenten, die später ins Berufsleben gehen, von entscheidender Bedeutung, weil sie die Basis für die künftige berufliche Entwicklung legt." Der '1822-Universitätspreis' solle den Blick auf die Bedeutung der Lehre an der Universität lenken und einen Anreiz schaffen, auch einmal neue, attraktive Wege in der Lehre in Vorlesungen und Seminaren zu gehen.

Die 1822-Stiftung wurde 1997 anlässlich des 175-jährigen Bestehens der Frankfurter Sparkasse gegründet; mittlerweile ist sie mit einem Stiftungskapital von 20 Millionen DM ausgestattet. Der Preis steht in der Tradition bürgerlichen Engagements in Frankfurt, der sich nicht zuletzt in der Gründung der Universität manifestiert, die auf private Initiatoren, Spender und Stifter zurückgeht. Der 1822-Universitätspreis soll ein kleiner Baustein für die weitere

attraktive Entwicklung der Goethe-Universität sein.

Der unteilbare Preis soll im Dezember erstmals vergeben werden; Vorschläge können bis zum 20. Oktober bei Präsident Rudolf Steinberg eingereicht werden.

Nähere Informationen: Prof. Rudolf Steinberg, Präsident; Tel: 069 / 798 - 22232
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