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Universität Bremen: Erster Transregionaler Sonderforschungsbereich in den Ingenieurwissenschaften

12.07.2001 - (idw) Universität Bremen

Die Universität Bremen startet jetzt zusammen mit der TH Aachen und der Oklahoma State University (USA) den ersten Transregionalen Sonderforschungsbereich der Deutschen Forschungsgemeinschaft in den Ingenieurwissenschaften. Die Initiative ging vom Labor für Mikrozerspanung der Bremer Uni aus, einem in Europa einmaligen Zentrum für Hochpräzisionstechnologie. Der Sfb "Prozessketten zur Replikation komplexer Optikkomponenten" wird mit 10,4 Mio. Mark gefördert.

Die Universität Bremen und die Technische Hochschule Aachen starten zusammen mit der Oklahoma State University (USA) einen Transregionalen Sonderforschungsbereich. Die Initiative ging vom Labor für Mikrozerspanung (LFM) der Universität Bremen aus, einer in Europa einmaligen Forschungs- und Entwicklungseinrichtung für Hochpräzisionstechnologie. Der Sonderforschungsbereich "Prozessketten zur Replikation komplexer Optikkomponenten" ist der erste von bisher vier Transregionalen Sonderforschungsbereichen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in den Ingenieurwissenschaften. Er ist nach den Sonderforschungsbereichen "Sprühkompaktieren" und "Distortion Engineering" der dritte im Fachbereich Produktionstechnik der Universität Bremen. Abweichend von der traditionellen Form zielen Transregionale Sonderforschungsbereiche auf die überregionale Vernetzung fachübergreifender Forschungskompetenzen und Ressourcen. Sie sind durch mehrere Standorte gekennzeichnet und können bis zu zwölf Jahren gefördert werden. Für die erste Förderperiode von Juli 2001 bis Juni 2004 stehen dem neuen Sonderforschungsbereich 10,4 Mio. Mark zur Verfügung.

Ziel des neuen Sonderforschungsbereichs ist es, wissenschaftliche Grundlagen zur kostengünstigen Serienproduktion komplexer optischer Bauelemente zu erarbeiten. Wegen ihrer Multiplikatorwirkung ist die Optik eine Schlüsseltechnologie, die die industrielle Wettbewerbsfähigkeit wesentlich bestimmen wird. Optische Produkte für die Beleuchtungstechnik, den Automobilbau, die Luft- und Raumfahrttechnik, die Kommunikationstechnik und andere Anwendungsgebiete werden meist in aufwendiger und teurer Einzelfertigung hergestellt. Der neue Sonderforschungsbereich soll die Massenfertigung hochwertiger Optiken durch die Verbindung und Weiterentwicklung von optischem Formenbau und Vervielfältigungstechniken ermöglichen. Nur durch die Kombination dieser beiden Kerntechnologien können komplexe Optikkomponenten wie Head-up Displays, sehr leichte Kameraobjektive, Konzentratorlinsen für effektivere Solarzellen und auch Brillengläser kostengünstiger und in besserer Qualität hergestellt werden. Der ganzheitliche Forschungsansatz umfasst alle Aspekte der Produktentstehung vom Design über die Fertigung bis zur Anwendungsprüfung.

Im neuen Sonderforschungsbereich kooperieren folgende Forschungseinrichtungen: Das Labor für Mikrozerspanung der Universität Bremen, das Laboratorium für Werkzeugmaschinen und Betriebslehre und das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie in Aachen, Prof. Don A. Lucca von der Oklahoma State University (USA), das Fachgebiet Meß-, Steuerungs- und Regelungstechnik der Universität Bremen, das Institut für Werkstofftechnik in Bremen und der Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung der Technischen Hochschule in Aachen. Darüber hinaus werden führende optische und meßtechnische Unternehmen der Bundesrepublik den Sonderforschungsbereich in einem Industriearbeitskreis beraten.

Weitere Informationen zur Arbeit des neuen Sonderforschungsbereichs bei Prof. Dr.-Ing. Ekkard Brinksmeier, Tel. 0421/218-2318, email: sfb-tr4@uni-bremen.de, und auf der Homepage der DFG unter http://www.dfg.de/foerder/sfb/index.html.

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