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Mathematik-Olympiade: 31 kreative Schüler erhielten Preise

12.07.2001 - (idw) Universität Bayreuth

Harte mathematische Nüsse geknackt haben 31 Schülerinnen und Schüler oberfränkischer Gymnasium und erhielten dafür heute (12. Juli)in der Universität Bayreuth von Regierungspräsident Hans Angerer Urkunden und Buchpreise. Auf die Bedeutung der "mathematischen Denkweise" für die Weiterentwicklung der Gesellschaft wies dabei der Vizepräsident der Universität, Professor Dr.-Ing. Dieter Brüggemann hin.


Regierungspräsident Hans Angerer zeichnete die 31 Schülerinnen und Schüler aus ganz Oberfranken aus
Ab dem Wintersemester in Bayreuth: Professor Dr. Fabrizio Catanese, der derzeitige Inhaber des Göttinger Lehrstuhls des berühmten Mathematikers und Astronom Carl Friedrich Gauß Heute in der Universität
Mathematik-Olympiade: 31 kreative Schüler aus Oberfranken erhielten vom Regierungspräsidenten Preise
"Mathematische Denkweise zur Weiterentwicklung der Gesellschaft wichtig"

Bayreuth (UBT). Mathe in der Schule ist schon schlimm genug und dann noch freiwillig mehr Mathe zu Hause, und dazu noch kniffligere Aufgaben? So werden sicher eine ganze Menge Schüler denken, wenn sie von der Fürther Mathematik-Olympiade (Fümo) hören. Nicht so Hunderte bayerische Schüler in diesem Jahr. Und 31 von Ihnen aus oberfränkischen Schulen erhielten heute von Regierungspräsident Hans Angerer mit Urkunden dokumentierte erste Preise für ihre Leistungen im Regionalwettbewerb Oberfranken von einem Vertreter des Universitätsvereins als Sponsor Bücherschecks.
Seit nun neun Jahren gibt es diese Fürther Mathematikolympiade. Das ist ein Wettbewerb, in dem Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5, 6 7 und dieses Jahr erstmals der Stufe 8 in häuslicher Arbeit härtere mathematische Nüsse knacken mußten. Die Olympiade besteht aus zwei Runden mit jeweils drei Aufgaben. Gefragt sind bei den Aufgaben Kreativität und mathematisches Denkvermögen statt Routine. Damit soll in frühen Jahren Interesse und Freude an der Mathematik geweckt und dem weit verbreiteten Vorurteil, daß Mathematik langweilig und trocken ist, entgegengewirkt werden.
Die Fürther Mathematikolympiade, ursprünglich für Mittelfranken gedacht, hat in den letzten Jahren immer mehr Resonanz gefunden. 1999 nahmen bereits 216 Schüler aus ganz Bayern teil. Daher zogen die lokalen Organisatoren, Gymnasiallehrer aus dem Fürther Raum, die Notbremse und ließen nur noch mittelfränkische Schüler zu. Rasch bildeten sich Filialen in Schwaben, Thüringen, Unter- und Oberfranken; die Teilnehmerzahlen explodierten auf 900. Für den oberfränkischen Raum hat Professor Dr. Thomas Peternell von der Universität Bayreuth die Organisation übernommen.
Gleich an der ersten Runde nahmen über 200 Schüler teil, für die zweite Runde waren dann noch 95 Teilnehmer qualifiziert, von denen 85 ihre Aufgaben einreichten. Die Korrektoren, Lehrer der oberfränkischen Gymnasien und der Organisator ermittelten schließlich 31 Preisträger, 6 aus der 5. Jahrgangsstufe, 13 aus der 6., 11 aus der 7. Und einer aus der 8.
Bayreuths Vizepräsident Professor Dr.-Ing. Dieter Brüggemann erinnerte daran, dass die Mathematik unverzichtbare Grundlage für die Natur-, Ingeneur und Wirtschaftswissenschaften bilde. Die mit der Lösung von Aufgaben einhergehende Logik sowie die Fähigkeit, vor schwierigen Problemen nicht aufzugeben, sondern sich durchzubeißen, zeichne viele an Mathematik interessierte aus. "Wir brauchen diese Denkweise dringend zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft", betonte der Wissenschaftler." Ihn freue auch, sagte Professor Brüggemann weiter, "dass unter den Preisträgern die Mädchen mit 16 zu 15 die knappe Mehrheit bilden". Man könne junge Frauen nach dem Abitur nur ermutigen, Mathematik zu studieren, da sie dazu im Gegensatz zu landläufigen Vorurteilen genauso geeignet seien wie junge Männer.
In die gleiche Kerbe schlug Professor Peternell, der auf die "derzeit glänzenden Berufsaussichten" für Mathematiker hinwiesen. "Bereits nach dem Vordiplom werden uns die Studenten aus der Hand gerissen", sagte der Mathematiker, "viele kommen nach dem Praktikum viel später aus den Firmen zurück als geplant", berichtete er weiter, was allerdings auch zur Verlängerung der Studienzeit führe.
Deutschland brauche mehr Mathematiker, Informatiker und Ingenieure, beschrieb Professor Peternell die Situation. Die Ressourcen an den Universitäten seien da, die Studienbedingungen etwa in Bayreuth seien hervorragend. In diesem Zusammenhang wies Peternell darauf hin, dass ein besonderer Anreiz zum Studium in Bayreuth dadurch bestehe, dass mit Professor Dr. Fabrizio Catanese der derzeitige Inhaber des berühmtesten deutschen Mathematik-Lehrstuhls, nämlich der des Mathematikers und Astronomen Carl Friedrich Gauß in Göttingen, im Wintersemester nach Bayreuth kommen und hier lehren und forschen werde.
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Und hier die Preisträger:
Bamberg:
Kaiser-Heinrich-Gymnasium:
Lisa Drechsel, Alexander Fuchs, Patrizia Knorr
Clavius-Gymnasium:
Anna Bobrich, Ulrich Höppel, Rolf Meinhardt, Stanislav Schmidt
Gymnasium. der Englischen Fräulein:
Sandra Förtsch, Marcella Lawrence, Sophia Schillai
Bayreuth:
Gymnasium Christian-Ernestinum:
Johannes Braun, Dagmar Mehling, Peter Schneider
WWG:
Beate Müller, Georg Tauer
Coburg:
Gymnasium Alexandrinum:
Anna Przybyla, Tanja Wischnewski
Gymnasium Ernestinum:
Caroline Drescher, Stefanie Drescher, Tobias Künzel
Hof
Schiller-Gymnasium Hof:
Christian Schmiedl
Münchberg
Gymnasium Münchberg:
Sebastian Ott, Theo Seiler
Naila
Gymnasium Naila:
Tobias Fischer, Eva Maier, Kathrin Maier

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