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Leibniz und seine Maschinen

16.07.2001 - (idw) Technische Universität Berlin

Eine Ausstellung zum Wirken des großen Philosophen und Universalgelehrten als Mathematiker, Physiker und Techniker vom 3. August bis zum 14. September 2001 in der TU Berlin

Medieninformation der TU Berlin Nr. 155 vom 16. Juli 2001

Das Institut für Philosophie, Wissenschaftstheorie, Wissenschafts- und Technikgeschichte der Technischen Universität Berlin wird in diesem Jahr vom 10. September bis zum 15. September 2001 gemeinsam mit der Leibniz-Gesellschaft und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Verbindung mit der Leibniz Society of North America und der Sociedad Espagnola Leibniz unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin den VII. Internationalen Leibniz-Kongress unter dem Generalthema "Nihil sine Ratione. Mensch, Natur und Technik im Wirken von Leibniz" veranstalten. Der Kongress wird in den Räumen der TU Berlin stattfinden, also in Charlottenburg, wo Leibniz einige der glücklichsten Tage und Monate seines Lebens verbracht hat.

Aus diesem Anlass planen die Veranstalter eine Leibniz-Ausstellung, die vom 3. August bis zum 14. September 2001 über die Dauer des Kongresses hinaus der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Dabei kann auf eine bereits bestehende, hinsichtlich des wissenschaftlichen und des gestalterischen Konzepts, herausragende Ausstellung zurückgegriffen werden, die 1990 auf Initiative der Gesellschaft für Angewandte Mathematik und Mechanik und der Universität Hannover erarbeitet wurde. Sie wurde bisher in Bonn-Bad Godesberg, Braunschweig, Göttingen und Kassel gezeigt. Mit dieser Ausstellung ist es gelungen, die bedeutenden technischen und technologischen Leistungen von Gottfried Wilhelm Leibniz in großer Anschaulichkeit zur Darstellung zu bringen. Obgleich Leibniz' Motto "Theoria cum Praxi" immer wieder zitiert wird, ist sein Engagement in der praktischen Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse heute nur wenig bekannt; er gilt vor allem als Philosoph und Mathematiker.

Wir möchten Sie herzlich zu einem Pressegespräch vor Eröffnung der Ausstellung einladen und gleichzeitig schon jetzt auf den Leibniz-Kongress hinweisen. Bitte melden Sie sich per E-Mail (pressestelle@tu-berlin.de) oder Telefon (030/314-22919) zum Pressegespräch an.

Zeit: am Freitag, dem 3. August 2001, um 14.00 Uhr (Pressegespräch), um 15.00 Uhr (Eröffnung der Ausstellung)
Ort: Technische Universität Berlin, Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, Raum H 1036 (Pressegespräch) und Lichthof (Ausstellung), 10623 Berlin

Auf dem Programm der Ausstellungseröffnung steht die Begrüßung durch Prof. Dr. Eberhard Knobloch, TU Berlin, Fachgebiet Geschichte der exakten Wissenschaften und Technik, eine Anmerkung zum Leibniz-Kongress an der TU Berlin durch Prof. Dr. Hans Poser, TU Berlin, Fachgebiet Philosophie, eine Vorstellung der Ausstellung durch Prof. em. Dr.-Ing. Dr.-Ing.E.h. Dr.h.c. mult. Erwin Stein, Hannover, sowie eine kurze Führung durch die Ausstellung durch Dipl.-Ing. Jürgen Gottschalk, Hamburg. Den Abschluss bildet ein kleiner Empfang. Die Veranstalter des Instituts für Philosophie, Wissenschaftstheorie, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Berlin stehen den Vertretern der Presse für Fragen gern zur Verfügung. Auch ein Ausstellungskatalog wird zum Pressegespräch bereitliegen.

Die Ausstellung ist täglich geöffnet von 10.00 bis 18.00 Uhr. Führungen durch die Ausstellung werden zwischen dem 3. August und dem 9. September 2001 jeweils dienstags und mittwochs um 11.00 und um 15.00 Uhr stattfinden. Der Eintritt ist frei.

In der Ausstellung "Leibniz' Maschinen" ist es durch die engagierte Zusammenarbeit mehrerer Wissenschaftler erstmals in großem Umfang gelungen, anschauliche und funktionsfähige Modelle von Mechanismen und Maschinen vorzustellen, die Leibniz zwar theoretisch entwickelt und als Zeichnung oder gar als Modell hinterlassen hat, die aber mit Ausnahme der berühmten Rechenmaschine der vier Rechenarten nicht mehr zur Verfügung standen. Darüber hinaus wird hier in Berlin aus dem Bestand der Berlin-Brandenburgischen Akademie das einzige funktionstüchtige nachgebaute Modell eben dieser Rechenmaschine ausgestellt. Vierzehn Modelle aus unterschiedlichen Bereichen, also Rechenmaschinen, Maschinen und Technologie aus dem Bergbau sowie eine Wasserkunst, machen den Reiz dieser Ausstellung aus. Zugleich besticht die didaktische Gestaltung der Ausstellung, die nicht in gewohnter Weise mit Vitrinen und Schautafeln arbeitet, sondern die Exponate in fünf großformatigen Kuben (3 x 3 x 3 m3) anordnet, die jeweils einem Schwerpunkt der Ausstellung gewidmet sind. Die Ausstellung erfordert daher besondere Raumbedingungen, die im Lichthof der TU Berlin in attraktiver Weise zur Verfügung stehen. Außer der Darstellung der Exponate bietet die Ausstellung auch Informationen zum Leben und Werk von Leibniz sowie von Wissenschaftlern verfasste instruktive Erläuterungen der ausgestellten technischen Exponate in englischer und deutscher Sprache.

Die Präsentation der Ausstellung wurde von der Alfred Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung ermöglicht.

Die Ausstellung ist aufgrund der ansprechenden Präsentation von Modellen, durch die die technische Erfindungskraft von Leibniz aus toten Papieren erneut zum Leben erweckt wurde und lebendig vor Augen geführt wird, eine wissenschaftliche und historische Attraktion. Bei fast allen Exponaten dieser Ausstellung handelt es sich um einmalige technische Modelle, deren Herstellung außerordentlich aufwendig war.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern Dr. Ursula Goldenbaum, Institut für Philosophie, Wissenschaftstheorie, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Berlin, Tel.: 030/2828395, E-Mail: gold0132@sp.zrz.tu-berlin.de


Diese Medieninformation finden Sie auch im World Wide Web unter der Adresse:
http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2001/pi155.htm
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