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Nicht ohne meinen elektronischen Assistenten

18.07.2001 - (idw) Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

Fraunhofer IGD zeigt auf der IFA mobile Multimedia-Dienste

Im Gewirr einer Messe problemlos den Stand des gesuchten Ausstellers finden, auf Flughäfen sich über Verspätungen oder den schnellsten Weg zum Abflugterminal informieren, beim Einkaufen das günstigste Angebot herausfiltern - der elektronische Assistent macht es möglich. Entwickelt haben diese und andere Multimedia-Anwendungen und -Dienste Forscher des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD in Rostock. Sie zeigen ihre tragbaren, individuellen Informations- und Navigationssysteme sowie den Shopping-Assistenten auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Die weltweit bedeutendste Ausstellung für alle Produkte der Unterhaltungs-, Informations- und Kommunikationselektronik findet vom 25. August bis 2. September 2001 statt.

Digitale Messe- und Konferenzführer
Besitzt der IFA-Besucher ein Palm-Handheld oder einen anderen Taschencomputer, kann er sich auf dem 160.000 Quadratmeter großen Gelände unter dem Funkturm leicht orientieren. So informiert das mobile Informationssystem "eGuide" der IGD-Forscher den Messegast ausführlich zu Ausstellern und Produkten, zeigt Hallenübersichtspläne und bestimmte Standpositionen an. Außerdem kann der Besucher seine individuelle Messetour zusammenstellen und Notizen zu einzelnen der insgesamt mehr als 900 Ausstellern eingeben. Besitzer von WAP-Handys können zumindest die Standnummer eines Ausstellers abfragen und sich auf dem Display anzeigen lassen. Doch "eGuide" bietet noch weitere Funktionen: Der digitale Führer gibt dem Besucher einen Überblick und detaillierte Informationen zu aktuellen Veranstaltungen und Vorträgen, die im Rahmen einer Messe bzw. Konferenz stattfinden.
"eGuide" wurde bereits auf zahlreichen Messen und Kongressen, wie z. B. der CeBIT 2000, der EXPO 2000 oder der Systems 2000 sowie in großen Museen erfolgreich eingesetzt. Zur IFA haben die Wissenschaftler das System erweitert. "Wir haben die Daten klarer nach Produkt-, Raum- und Vortragsgruppen strukturiert. Der Anwender kann das System noch effizienter und individueller nutzen", so Martin Giersich, Projektleiter am Fraunhofer IGD Rostock. "eGuide" basiert auf dem XyberScout-Konzept, das eine einheitliche Plattform für persönliche mobile Informationsdienste bereitstellt. Auch den Produktionsprozess des digitalen Führers hat das Team grundlegend überarbeitet. Ein Generator, im XyberScout verankert, erzeugt automatisch einen großen Teil der Anwendung. Besitzer von mobilen Palm Handheld-Computern können sich den digitalen Messe- bzw. Konferenzführer der IFA zu Hause über ihren PC aus dem Web herunterladen. Er wird kurz vor der Veranstaltung im Internet unter http://www.ifa-berlin.de/ angeboten. Auf dem Gelände der Messe Berlin stehen ferner auch so genannte "Datentankstellen" zur Verfügung, an denen Besucher ihre mobilen Geräte mit den gewünschten Daten bestücken können.

Shopping-Assistenten
Nicht nur während des Messebesuchs, sondern auch beim Einkaufen, beim Stadtrundgang oder im dichten Verkehr werden die elektronischen Assistenten in Zukunft die entscheidenden Informationen liefern.
Was heute schon möglich ist, zeigen die Wissenschaftler des Fraunhofer IGD Rostock auf der IFA 2001 (Halle 5.3, Stand 08): Mit dem System "eShop" entwickelten sie einen mobilen Shopping-Assistenten, der stressfreies Einkaufen garantiert. Schon zu Hause kann der Kunde seine persönliche Einkaufsliste mit Hilfe einer Webseite auf seinem Handheld-Computer zusammenstellen und zusätzliche Informationen speichern. Im Kaufhaus erhält er über das Display Sonderangebote oder aktuelle Produktinformationen angezeigt und kann sich schnell orientieren, wo die gewünschte Ware zu finden ist. Denn sein elektronischer Assistent ist per Funksignal mit dem Kaufhaus-Server verbunden. Allein mit Bleistift und Einkaufszettel ist der Kunde häufig überfordert, alle Produkt- und Preisinformationen zu erhalten bzw. zu prüfen. Mit "eShop" hat er die Möglichkeit, Preise einfach und schnell vor Ort zu vergleichen - etwa mit den gespeicherten Daten eines anderen Warenhauses. Damit spart der Konsument Geld und Zeit. "Zukünftig werden die Verbraucher sehr viele Dienste über mobile Kleinstgeräte wie Taschen-Computer oder Handys abfragen - mittels stationärer Dienste oder dem Web. Deshalb werden wir auf den Erkenntnissen des Prototypen aufbauen und neue Basis-Werkzeuge entwickeln, die für unterschiedlichste Anwendungsbereiche effizient einzusetzen sind", beschreibt Martin Giersich das Projektziel.
Das System "eShop" entstand im Rahmen von "Electronic Assistance e-ssist", einer Initiative des Fraunhofer-Verbundes Mikroelektronik VµE. Von den Möglichkeiten des "eShop"-Systems können sich IFA-Besucher am Stand "e-ssist" der Fraunhofer-Gesellschaft (Halle 5.3, Stand 08) überzeugen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
http://www.rostock.igd.fhg.de/fhg_igd/abteilungen/a3/projects/xyberscout/
http://www.rostock.igd.fhg.de/igd/abteilungen/a3/projects/e-ssist/
http://www.ifa-berlin.de/
Ansprechpartner:
Dipl.-Inf. Martin Giersich
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD Rostock
Telefon: +49 (0) 381/ 4024 -127
Telefax: +49 (0) 381/ 4024 -199
E-Mail: martin.giersich@rostock.igd.fhg.de

Weitere Informationen für die Medien:
Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne Fotos zu den Projekten "eGuide" und "eShop" per E-Mail oder Post zu.
Bernad Lukacin
Unternehmenskommunikation
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Telefon: +49 (0)6151/ 155 -146
Telefax: +49 (0)6151/ 155 -446
E-Mail: Bernad.Lukacin@igd.fhg.de

Kurzprofil INI-GraphicsNet
Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung (ZGDV) e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt. Weitere Institutionen des Netzwerkes sind das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Computergraphik in Chemie und Pharmazie (AGC) in Frankfurt, das Fraunhofer Center for Research in Computer Graphics (CRCG) in Providence, Rhode Island (USA), das Fraunhofer Centre for Advanced Media Technology (CAMTech) in Singapur und das Centro de Computação Gráfica (CCG) in Guimarães und Coimbra (Portugal).

Innerhalb des Netzverbundes sind an den sechs Standorten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie rund 560 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Bei einem Haushalt von über 41 Millionen EURO bildet das INI-GraphicsNet weltweit den größten Forschungsverbund auf dem Gebiet der Graphischen Datenverarbeitung.

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